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Schulzentrum Hiltrup wird ausgebaut
© Stadt Münster / Michael Möller
Das Schulzentrum Hiltrup wird erweitert. Die Johannes-Gutenberg-Realschule (vorne) bekommt einen Anbau. An der Westfalenstraße (im Bildhintergrund) ist eine zusätzliche Sporthalle geplant.
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Schulzentrum Hiltrup wird ausgebaut

Der Rat der Stadt Münster hat wichtige Entscheidungen für die Schulen getroffen: In Hiltrup wird gebaut und es wird die Videoüberwachung an mehreren Schulen fortgesetzt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 02.07.2026 04:39

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Eine neue Dreifach-Sporthalle, ein Anbau für die Johannes-Gutenberg-Realschule und moderne digitale Ausstattung: Der Rat hat am Mittwoch (01.07.) beschlossen, das Schulzentrum Hiltrup in einem ersten Schritt für 36,2 Millionen zu sanieren und zu erweitern. Der Baustart ist nach den Plänen des städtischen Amts für Immobilienmanagement für Anfang 2027 vorgesehen, bis Mitte 2029 soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

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Die neue Dreifach-Sporthalle soll den drei Schulen des Schulzentrums zur Verfügung stehen und an die bestehende Zweifach-Halle angebaut werden. An der Stelle der bisherigen, sanierungsbedürftigen Umkleiden entsteht als Verbindung zwischen alter und neuer Halle ein Trakt mit Geräteräumen, Umkleiden und weiteren Nebenräumen. Damit die Zweifach-Sporthalle auch während der Bauzeit genutzt werden kann, werden für die Sportlerinnen und Sportler Container mit Toiletten und Umkleiden bereit gestellt.

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Angrenzend an die Johannes-Gutenberg-Realschule soll ein dreigeschossiger Erweiterungsbau mit Unterrichts-, Fach- und Verwaltungsräumen für die Realschule entstehen. Durch zwei überdachte Gänge wird der Neubau mit dem Bestandsgebäude verbunden. Im Vorfeld wird ein bestehender eingeschossiger Verwaltungstrakt der Realschule zurück gebaut. Für die Bauzeit zieht die Schulverwaltung übergangsweise in Containerräume.

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Schulzentrum Hiltrup wird ausgebaut
© PBA Peter Bastian Architekten / fore+ut
Die Johannes-Gutenberg-Realschule im Schulzentrum Hiltrup soll einen dreigeschossigen Erweiterungsbau (r.) mit Unterrichts-, Fach- und Verwaltungsräumen erhalten.
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Darüber hinaus sollen die Digitaltechnik in den Bestandsgebäude an moderne Standards angepasst werden. Der Fachraumtrakt der Realschule erhält zudem eine Außentreppe und einen Aufzug. Eine umfassende Sanierung der Bestandsgebäude erfolgt in einem späteren Bauabschnitt.

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Klimaschutz: Begrünte Dächer und PV-Anlagen

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Bei der gesamten Maßnahme, die nach den Plänen von PBA Peter Bastian Architekten aus Münster umgesetzt wird, spielt der Klimaschutz eine wichtige Rolle: Die Dächer des Erweiterungsbaus und der neuen Sporthalle sollen jeweils eine Begrünung und eine Photovoltaik-Anlage erhalten. Auch bei den Bestandsgebäuden will die Stadt prüfen, ob sie mit Solarmodulen ausgestattet werden können. Die Wärmeversorgung des Erweiterungsbaus wird über eine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe sichergestellt. Die Sporthalle erhält eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und Anschluss an das vorhandene Nahwärmenetz.

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Schulzentrum Hiltrup wird ausgebaut
© Stadt Münster / PBA Peter Bastian Architekten
In einem ersten Bauabschnitt soll das Schulzentrum um eine Dreifach-Sporthalle und einen Neubau für die Johannes-Gutenberg-Realschule erweitert werden.
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Der beschlossene Umbau ist Auftakt für weitere Maßnahmen am Schulzentrum Hiltrup. Für das kommende Schuljahr 2026/27 erhält das Immanuel-Kant-Gymnasium Fertigbauklassen. Diese sind übergangsweise nötig, um einen zusätzlichen Jahrgang im Zuge der Umstellung auf das Abitur nach neun Jahren (G9) aufzunehmen.

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In weiteren Bauabschnitten sind die Sanierung und der Umbau des Bestands, ein zusätzlicher Erweiterungsbau samt Mensa für das gesamte Schulzentrum sowie die Sanierung des Schulhofes vorgesehen. Dazu sind jeweils gesonderte Baubeschlüsse des Rates notwendig.

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Rat beschließt Fortführung der Videoüberwachung

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Die Stadt Münster setzt die Videoüberwachung an den Schulzentren Hiltrup, Wolbeck und Kinderhaus sowie an der Melanchthonschule in Coerde fort und weitet sie auf die Grundschule Kinderhaus-West aus. Das hat der Rat der Stadt Münster am Mittwoch, 1. Juli, beschlossen. An den bislang überwachten Standorten sind Einbrüche und Vandalismus deutlich zurückgegangen.

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Die Videoüberwachung beschränkt sich weiterhin auf die Außenbereiche der Schulen und auf Zeiten außerhalb des Schulbetriebs. Der öffentliche Raum ist davon nicht betroffen. Sie dient dem Schutz der Schulen und wirkt präventiv. Nach einer Auswertung der Stadt hat sie zudem das Sicherheitsempfinden von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten erhöht.

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2019 in Hiltrup und Wolbeck eingeführt

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Die Videoüberwachung wurde 2019 an den Schulzentren Hiltrup und Wolbeck eingeführt. In Hiltrup sank die Zahl der registrierten Straftaten von 26 im Jahr 2017 auf drei im Jahr 2025. In Wolbeck ging sie im gleichen Zeitraum von 15 auf fünf Fälle zurück. Am Schulzentrum Kinderhaus sank sie nach Einführung 2023 von 15 auf zwei Fälle. An der Melanchthonschule in Coerde besteht sie seit 2024. Dort wurden vor der Einführung 14 Straftaten registriert, 2025 keine mehr.

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Auf Basis dieser Entwicklung wird die Videoüberwachung auf die Grundschule Kinderhaus-West ausgeweitet. Dort stieg die Zahl der Vandalismusfälle zuletzt von zehn im Jahr 2024 auf 22 im Vorjahr. Die Videoüberwachung soll dort bestehende Maßnahmen wie eine verbesserte Beleuchtung, den Rückschnitt von Bepflanzung oder den zwischenzeitlichen Einsatz eines Sicherheitsdienstes ergänzen.

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