
Schulkinder an Bushaltestellen stehen gelassen
Eltern aus Roxel regen sich aktuell darüber auf, dass überfüllte Busse ihre Kinder morgens manchmal nicht mitnehmen. Die Stadtwerke haben das Problem im Blick.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.10.2023 06:00
Die Herbstferien sind vorbei, das Wetter in dieser Woche ist kalt. Der Andrang auf die Busse der Stadtwerke ist morgens dadurch teilweise so groß, dass Schulkinder an den Haltestellen stehen gelassen werden. Darüber beschweren sich etwa Eltern aus Roxel, genauer gesagt über die Buslinie 1. Die Stadtwerke bestätigen auf ANTENNE MÜNSTER-Anfrage, dass es solche Vorfälle am Montag und am Dienstag gegeben hat. Sie weisen aber auch darauf hin, dass innerhalb weniger Minuten Ersatzbusse vor Ort waren, die die Schulkinder und weitere Fahrgäste mitgenommen haben.
Entlastung durch "Verstärkerbusse"
Die Stadtwerke beobachten den morgendlichen Busverkehr sehr intensiv, um in solchen Fällen schnell reagieren zu können, heißt es auf ANTENNE MÜNSTER-Anfrage. In der morgendlichen Stoßzeit zum Schulbeginn halten die Stadtwerke dafür einige Fahrzeuge als Reserve zurück, um sie bei Engpässen als sogenannte "Verstärkerbusse" einzusetzen. Melden die Busfahrer:innen dann von unterwegs, dass sie wegen zu voller Busse Schulkinder oder andere Fahrgäste an einer Haltestelle zurücklassen mussten oder ein solcher Fall abzusehen ist, fahren dann auch diese "Verstärkerbusse" raus. Am Mittwoch in der Früh zum Beispiel haben solche "Verstärkerbusse" auf den Linien 1, 8, 16 und 17 ausgeholfen..
Diese sollen dann innerhalb weniger Minuten vor Ort sein, so geschehen etwa am Montag- und Dienstagmorgen in Roxel. Dazu werden sie bereits vorsorglich in den Stadtteilen positioniert, in denen sie am ehesten benötigt werden. Dazu gewinnen die Stadtwerke täglich mehr Informationen, wo diese Busse am besten auf einen möglichen Einsatz warten können, heißt es auf ANTENNE MÜNSTER-Anfrage.
Noch in diesem Jahr wieder mehr Fahrten angestrebt
Die Stadtwerke geben aber auch schon einen zuversichtlichen Ausblick in die Zukunft. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Linien vom 30-Minuten-Takt zum 20-Minuten-Takt zurückkehren. Die Stadtwerke können noch vor dem Jahreswechsel neue Busfahrer einstellen, die dann ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Welche Linien und Fahrten das sein werden, machen die Stadtwerke auch von den aktuellen Erfahrungen abhängig.