Schauspieldirektor wechselt nach Meiningen

Ab der Spielzeit 2021/22 wird Frank Behnke Schauspieldirektor am Staatstheater Meiningen. Mit Frank Behnke konnte der designierte Intendant Jens Neundorff von Enzberg für das traditionsreiche Schauspiel in Meiningen einen profilierten Spartenleiter und Regisseur gewinnen. Behnke, derzeit Schauspieldirektor am Theater Münster, steht für starkes Ensembletheater, für einen dezidiert politischen und gegenwartsnahen Spielplan und ein Schauspiel, das sich mit innovativen Formaten in die Stadt öffnet.

© Theater Münster

Frank Behnke, seit 2012 Schauspieldirektor in Münster, ist gebürtiger Hannoveraner und studierte Literaturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Theater und Medien an der Universität Hamburg. Engagements führten ihn u.a. als Schauspieldramaturg an das Theater Osnabrück, als Chefdramaturg und stellvertretenden Schauspieldirektor von 2000 bis 2010 an das Staatstheater Nürnberg, sowie als leitenden Dramaturg an das Schauspielhaus Hamburg.

Im Theater Münster ist ihm seit 2012 mit einem starken jungen Ensemble ein auch überregional beachteter künstlerischer Aufbruch gelungen, was zahlreiche Preise und Festivaleinladungen belegen. Unter seiner Ägide inszenierten namhafte Regisseur*innen wie u.a. Bernadette Sonnenbichler, Laura Linnenbaum oder Christian Brey, Alexander Nerlich und Stefan Otteni in Münster. Auf seine Initiative richtete das Theater Münster die NRW-Theatertage 2019 aus. Im Rahmen des Förderprogramms des Landes NRW „Neue Wege“ etablierte Behnke im Schauspiel Münster einen Schwerpunkt für neue Dramatik mit zahlreichen Auftragsstücken und Uraufführungen.

Als Regisseur machte er durch vieldiskutierte Klassikeraufführungen und ungewöhnliche Stückentdeckungen auf sich aufmerksam. Er inszenierte u.a. am Staatstheater Nürnberg, dem Theater Hof, dem E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg und am Theater Ingolstadt. Für seine Inszenierung von Thomas Bernhards „Alte Meister“ erhielt er bei den Bayerischen Theatertagen in Bamberg den Jury- und Publikumspreis, seine Münsteraner „Hamlet“-Inszenierung war zum virtuellen nachtkritik-Theatertreffen eingeladen.

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