
Richtfest am neuen Südbad
Über dem neuen Südbad am Inselbogen weht jetzt der Richtkranz. Auf dem Gelände des alten Bades entsteht bis Ende des Jahres das neue Schwimmbad.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.01.2023 14:00
Unter dem Richtkranz des Südbads stehen (v.l.n.r.) Oberbürgermeister Markus Lewe, die Leiterin des Sportamtes der Stadt Münster, Kerstin Dewaldt und Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Gäfgen. Das neue Südbad ist vor allem für das Schul- und Vereinsschwimmen, aber auch für das Freizeitschwimmen im Südviertel vorgesehen.
Mit dem Richtfest ist eine lange Planungsgeschichte zu Ende gegangen. Schon 2007 wurde das alte, baufällige Südbad geschlossen und später abgerissen. Der Südbadverein machte sich dann für eine neues Sportbad für das Südviertel stark. Auch Markus Lewe setzte sich 2009 als Oberbürgermeisterkandidat für das neue Bad am alten Standort ein. Aber erst im Frühjahr 2021 fasste der Rat den Baubeschluss. Das Südbad wird nach KfW-55-Standard errichtet und dank Fernwärme, Photovoltaikanlage und Wärmerückgewinnung besonders effizient betrieben. Es wird ein 25-Meter-Becken, ein Lehrbecken und einen Kleinkinderbereich umfassen und neben Schul- und Vereinsschwimmen auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Gebaut wird das Südbad von einer neuen Bädergesellschaft der Stadtwerke Münster und dann im November an die Stadt übergeben. Der Neubau kostet 13,5 Millionen Euro. Damit bei den aktuellen Baukostensteigerungen der Finanzrahmen eingehalten wird, wurden Abstriche bei der Gebäudeausstattung gemacht.
"Für Münsters Bäderlandschaft ist das neue Südbad ein Gewinn. Die umliegenden Schulen werden es genauso nutzen wie die Anwohner:innen im Südviertel. Darum freue ich mich, dass wir nach dem Baubeginn Ende 2021 nun schon Richtfest feiern können und in einem Jahr die ersten Kinder hier Schwimmen lernen", sagt Oberbürgermeister Markus Lewe.
Den Bau des Bads koordinieren die Stadtwerke Münster, den späteren Betrieb übernimmt das Sportamt der Stadt Münster. "Dass wir in Planung und Bau einen Fokus auf hohe Energieeffizienz gelegt haben, wird sich im Betrieb auszahlen - sowohl wirtschaftlich als auch in der Nachhaltigkeit", sagt Frank Gäfgen, Geschäftsführer der Stadtwerke.
Verbaut werden am Inselbogen rund 2.400 m³ Beton und 250 Tonnen Bewehrungsstahl. Die markanten Stützen an der Nordseite zur Straße hin sind aufeinandergestapelt 80 Meter hoch, 48.000 Verblendsteine zieren die Fassade. "Das zeigt eindrucksvoll die Dimensionen dieses Bauprojekts. Die gute Zusammenarbeit zwischen Stadtwerken und Verwaltung macht sich hier im Sinne der Bürger:innen bezahlt", so Oberbürgermeister Markus Lewe.