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Randalierer aus dem Ruhrgebiet: Was nun, Aasee?
© Leon Christ
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Randalierer aus dem Ruhrgebiet: Was nun, Aasee?

Kaum jemand der Randalierer vom Aasee kommt aus Münster. Das ist die Erfahrung der Polizei. Doch wie kann es dort nun weitergehen?

Veröffentlicht: Sonntag, 13.06.2021 18:57

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Nach den Ausschreitungen am Aasee wollen Polizei und Stadt auch an den kommenden Wochenenden dort verstärkt Präsenz zeigen. Das haben Polizeipräsident Falk Schnabel und der städtische Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer angekündigt. Der Aufwand und die Belastung für alle Polizisten und Ordnungskräfte seien aber enorm. Wir werden vermutlich noch einen langen Atem brauchen, so der Ordnungsdezernent. Auch in Städten wie Köln oder Düsseldorf gebe es gerade ähnliche Probleme.

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Woher kommen die aggressiven Störer?

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Nach Erkenntnissen der Polizei kommen viele Feiernde aus den Umlandkreisen und aus dem Ruhrgebiet nach Münster. Teilweise, um hier aggressiv und gewalttätig aufzutreten, so Münsters Polizeipräsident Falk Schnabel. Bereits auf dem Weg nach Münster habe man an diesem Wochenende vorwiegend jungen Männer gezielt gestoppt und teilweise zum Umkehren gezwungen. In einem Auto stellten die Beamten sogar eine Waffe, eine Eisenstange und einen Totschläger sicher. Vieles deutet aktuell darauf hin, dass Leute aus der Hooligan-Szene sich mittlerweile am Aasee unter’s Volk mischen und nur auf Gelegenheiten warten, zu provozieren.

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Münster auch Hotspot der Auto-Poser-Szene

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Die Auto-Poser-Szene macht sich ebenfalls weiter in Münster breit. Allerdings an diesem Wochenende weniger am Aasee: Bis zu 450 Fahrer versammelten sich stattdessen mit ihren aufgemotzten Autos auf einem Parkplatz an der Loddenheide. Nach zwei Autorennen konnte die Polizei das Treffen aber zum Teil auflösen und zwei Autos aus dem Verkehr ziehen.

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Welche Lösungen sind denkbar?

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Grundsätzliches Ziel müsse es sein, auch ohne den großen Aufwand des vergangenen Wochenendes zurück zu normalen Verhältnissen zu kommen, sagt Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer. Wie das gelingen soll, ist aber unklar. Heuer schloss weitere Einschränkungen nicht aus. So könnte die Aaseewiese komplett gesperrt werden oder ein Alkohol- oder Alkoholverkaufsverbot in der Nähe ausgesprochen werden.

Inzwischen mehren sich aber Stimmen der Clubbetreiber. Ihre Idee: Partys auf öffentlichen Flächen veranstalten, etwa mit Corona-Testpflicht am Eingang, aufgestellten Toilettenwagen und geordneter Müllentsorgung. So könne ein sicheres und sauberes Feiern gewährleistet werden. Fertige Konzepte dafür gebe es seit langem. Und möglicherweise würden dann auch die Randalierer aus dem Umland nicht mehr kommen.

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