
"Pussy Riot" kommen nach Münster
Die Aktivistinnen aus Russland sind auf "Anti War"-Tour durch Europa. Anfang September protestieren sie im LWL-Museum am Domplatz.
Veröffentlicht: Freitag, 08.07.2022 09:22
Es werde mit Sicherheit kein Abend klassischer, kultureller Unterhaltung, heißt es vom LWL-Museum für Kunst und Kultur. Mit dem Konzert von "Pussy Riot" setze man ein klares Zeichen gegen jede Form von Krieg und Autokratie.
Das sind "Pussy Riot"
Das russische Künstlerinnenkollektiv gilt als weltweites Symbol der innerrussischen Opposition gegen den Kreml. Seit etwa zehn Jahren protestiert "Pussy Riot" mit Aufsehen erregenden Aktionen gegen das immer autokratischer werdene Russland. Weltweit bekannt wurde "Pussy Riot" Anfang 2012 durch ihr "Punk-Gebet" in der größten und wichtigsten Kirche Moskaus. Anfangs ging es den Frauen vor allem um feministische Themen. Mittlerweile setzen sie sich grundsätzlich für Freiheit und Menschenrechte in ihrer Heimat ein. Immer wieder werden Aktivistinnen von "Pussy Riot" verhaftet, ins Gefängnis oder Arbeitslager gesteckt oder unter Hausarrest gestellt. Das bringt sie aber nicht davon ab, weiter für die Zivilgesellschaft einzutreten. Zuletzt gelang Gründungsmitglied Maria Aljochina im Mai die Flucht aus dem Hausarrest. Sie hatte sich als Essenslieferantin verkleidet und es so über Belarus nach Litauen geschafft.
Das Konzert im Museum im Überblick
- Was: "Pussy Riot" im LWL-Museum für Kunst und Kultur
- Wann: 5. September, 20 Uhr
- Tickets: Für 20 Euro im Vorverkauf oder für 25 Euro an der Abendkasse
- Die Einnahmen der Tour stellt "Pussy Riot" der Ukraine zur Verfügung