
Prozessauftakt am Landgericht
Ein Münsteraner soll im Juni 2024 eine 92-Jährige an einer Bushaltestelle in Münster verletzt haben. Heute (06.01.) beginnt der Prozess.
Veröffentlicht: Montag, 06.01.2025 05:00
Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann gefährliche Körperverletzung zur Last, die er im Juni vergangenen Jahres in Münster begangen haben soll. An einer Bushaltestelle soll er einer 92 Jahre alten Frau zunächst einen Beutel gegen den Kopf geschleudert haben, danach soll er ihr gegen die Schienbeine getreten haben. Als die Frau zu Boden stürzte, soll er weiter auf sie eingetreten haben. Passant:innen hielten den Mann davon ab, weiter auf die Frau einzutreten. Die Frau habe Prellungen an Schulter und Becken, eine Platzwunde am Kopf und mehrere Wunden an den Schienbeinen erlitten, teilt ein Sprecher des Landgerichts mit. Eine tiefere Risswunde am Unterschenkel habe genäht werden müssen, heißt es weiter. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte zum Zeitpunkt der Tat aufgrund einer paranoiden Schizophrenie erheblich in seiner Schuldfähigkeit vermindert gewesen sei. Wegen der Erkrankung bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Beschuldigte unbehandelt weiter erhebliche Straftaten begehen werde. Deshalb beantragt die Staatsanwaltschaft die dauerhafte Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus. Am 17. und 24. Januar wird die Verhandlung fortgesetzt, jeweils ab 9:00 Uhr.