
Prozess um häusliche Gewalt
Am Landgericht Münster startet heute (Mittwoch, 03.05.) ein Prozess um einen besonders heftigen Fall von häuslicher Gewalt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.05.2023 04:30
Zwei Brüdern und ihren Eltern wird vorgeworfen, dass sie einer Frau das Leben zur Hölle gemacht haben sollen. Es geht um die Ehepartnerin des älteren Bruders. Alle vier Angeklagten sollen sie schwer verletzt, vergewaltigt und anderweitig gedemütigt haben.
Unter anderem soll ihr Ehemann sie geschlagen und ihr während der ersten Schwangerschaft in den Bauch getreten haben. Er soll sie mehrmals mit einer Gabel verletzt, ihr mit Faustschlägen das Nasenbein gebrochen, sie zweimal gegen ihren ausdrücklichen Willen zum Sex gezwungen und sie mehrmals beleidigt haben.
Seinem Bruder wirft die Staatsanwaltschaft vor, seine Schwägerin als Strafe dafür, dass sie sein Zimmer nicht aufgeräumt habe, beleidigt, bespuckt und gekniffen zu haben. Bei anderer Gelegenheit soll er sie geschlagen haben.
Dem Vater der beiden Männer - also dem Schwiegervater des Opfers - wird vorgeworfen, seine Schwiegertochter gegen ihren Willen an Brust und Gesäß berührt sowie ihr Kleid zerrissen zu haben, zudem soll er sie beleidigt haben.
Seine Frau soll die Schwiegertochter mehrmals geschlagen haben, unter anderem mit einem Eimer und gegen einen Spiegel. Die angeklagten Taten ereigneten sich zwischen 2014 und 21 im gemeinsam bewohnten Haus in Münster.
Nach dem heutigen Auftakt sind drei weitere Prozesstermine bis Ende Mai angesetzt.