
Prozess gegen Müllsammler
Das Amtsgericht Münster verhandelt vom kommenden Donnerstag (11.05.) an gegen den "Müllsammler von Kinderhaus" wegen verschiedener Vorwürfe.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.05.2023 13:30
Die Staatsanwaltschaft Münster wirft dem 59-Jährigen in mehreren Anklagen unter anderem vor, zwischen Januar und November 2022 im Zusammenhang mit Streitigkeiten mit seinen Nachbarn und der Entrümpelung seines Grundstücks, eine Nachbarin sowie eingesetzte Kräfte des Ordnungsamts der Stadt Münster und der Polizei mehrfach auf unterschiedliche Art und Weise beleidigt und bedroht zu haben. In einem Fall soll er dabei versucht haben, eingesetzte Kräfte des Ordnungsamts der Stadt Münster mit einer Metallstange zu schlagen.
Außerdem soll er nach dem Anklagevorwurf einer Nachbarin verschiedentlich nachgestellt und gegen angeordnete Kontakt- und Näherungsverbote des Familiengerichts Münster vorstoßen haben und diese bei einem Ereignis auch verletzt haben.
Des Weiteren wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, am 27.04. und 25.07. unberechtigt die Baustellenabsicherung einer Baustelle an der Hermannstraße in Münster überwunden, einen Kran erklettert und das an der Krankabine angebrachte Vorhängeschloss aufgebrochen zu haben, um dort einmal bis zum 03.05. und das weitere Mal bis zum 14.08. zu verbleiben. Während dessen soll es zu einer Sachbeschädigung sowie weiteren Beleidigungen, Nötigungen und Bedrohungen gegenüber den Einsatzkräften der Polizei und eines Sicherheitsdiensts sowie Beleidigungen gegenüber dem Oberbürgermeister der Stadt Münster und einer Sachbeschädigung am Kran gekommen sein.
Der Prozess beginnt am Donnerstag (11.05.). Neun Verhandlungstermine sind angesetzt, rund 30 Zeugen sind geladen.
Über die Anklage berichtet ANTENNE MÜNSTER-Reporter Michael Wessels im Gespräch mit Nachmittagsmoderatorin Sophie Saemann:

