
Proteste gegen AfD angekündigt
Die AfD will im Januar wieder ihren Neujahrsempfang im Rathaus abhalten. Und wie schon bei den drei Malen zuvor formiert sich Gegenprotest.
Veröffentlicht: Dienstag, 20.12.2022 16:00
Das Bündnis "Keinen Meter den Nazis" kündigt für den 20. Januar ab 17 Uhr eine Großdemo auf dem Prinzipalmarkt an. 2017, 2019 (Foto) und 2020 hatten sich jeweils bis zu 10.000 Menschen vor dem Rathaus eingefunden, um der drinnen tagenden AfD klarzumachen, dass sie in Münster unerwünscht ist.
"Es ist wieder Zeit gegen die AfD auf die Straße zu gehen und deutlich zu machen, dass es keinen Platz für Rassismus, rechte Hetze, Demokratiefeindlichkeit und soziale Ausgrenzung geben darf", macht Bündnissprecher Carsten Peters deutlich. "Die AfD hat es in Münster bislang nie geschafft, wirklich Fuß zu fassen, aber das ist keine Selbstverständlichkeit. Hier gilt es, immer wieder deutlich dagegen zu halten!"
Und seine Kollegin Liza Schulze-Boysen ergänzt: "Die AfD hat in Münster aufgrund einer aktiven Zivilgesellschaft keine große Basis, hat aber erfolgreich an den verschwörungsideologischen Montagsmärschen angedockt und versucht dort, neue Verbündete und Anhänger:innen zu finden. Die aktuelle Verharmlosung der Reichsbürger-Szene und von deren Umsturzplänen durch prominente wie lokale Mitglieder der AfD machen zudem mehr als deutlich, wo diese extrem rechte Partei ideologisch steht."
An den vom Bündnis organisierten Protesten gegen die AfD-Neujahrsempfänge nahmen in den zurückliegenden Jahren bis zu 10.000 Menschen teil. Das Bündnis bereitet aktuell die Aktivitäten vor und informiert zeitnah dazu. "Wir sind zuversichtlich, dass auch 2023 viele Münsteraner:innen unserem Aufruf folgen und sehr deutlich zeigen werden, dass diese Stadt kein gutes Pflaster für extrem rechte Parteien wie die AfD ist", so Peters abschließend.