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Preußen erhalten neuen FLVW-Preis für Zivilcourage
© Lena Zils
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Preußen erhalten neuen FLVW-Preis für Zivilcourage

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) verleiht dem SC Preußen Münster seinen neu geschaffenen Preis für Zivilcourage. Nach dem Rassismus-Vorfall am Freitag (14.02.) gegen den Würzburger Spieler Leroy Kwadwo hatten Fans und Verein vorbildlich reagiert.

Veröffentlicht: Donnerstag, 20.02.2020 14:30

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In der Schlussphase der Drittliga-Partie SC Preußen Münster gegen die Würzburger Kickers am vergangenen Freitag (14.02.) hatte ein Mann auf der Tribüne Würzburgs Leroy Kwadwo beleidigt und Affenlaute in dessen Richtung gemacht. Dank der Hilfe von etlichen Fans des Heimvereins in der Nähe, die auf den Zuschauer zeigten, konnte dieser von den Ordnungskräften ausfindig gemacht und von der Polizei festgenommen werden.

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Angesichts der beispielgebenden Aktion von Fans und Verantwortlichen des SC Preußen Münster, die Rassismus in "ihrem" Stadion nicht dulden, wird der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) den Verein mit dem Preis für Zivilcourage auszeichnen.

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Das Dankschreiben des FLVW-Präsidenten Gundolf Walaschewski an den Verein im Wortlaut:

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Lieber Herr Strässer,

sehr geehrte Vorstandsmitglieder und Fans von Preußen Münster,

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Sie haben meine Präsidiumskollegen im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) und mich nachhaltig beeindruckt. Und das mit einer Tat, die auch heutzutage selbstverständlich sein sollte, dies aber nicht mehr ist. Sie alle zusammen haben mit Ihrem beherzten Eingreifen und mit der bewiesenen Konsequenz Menschlichkeit gezeigt und ein klares Zeichen gegen Rassismus und die Bagatellisierung von Rassismus gesetzt. Dafür bedanke ich mich im Namen des FLVW und auch persönlich sehr.

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Ihre "Nazi raus"-Rufe nachdem ein sogenannter Fan den Gäste-Profi Leroy Kwadwo rassistisch beleidigt hatte, Ihr Kenntlichmachen dieses Mannes, die Festnahme und schließlich das ausgesprochene Stadionverbot für drei Jahre durch den Verein, lassen mich hoffen. Denn wir alle hier sind verantwortlich dafür, ein Bewusstsein zu schaffen, dass Rassismus keine Bagatelle ist. Wer schweigt, stimmt zu. Das darf der Sport nicht noch einmal.

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Wir im FLVW dulden keine Diskriminierung oder Beleidigung aufgrund von Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, Alter, Geschlecht, Behinderung oder sexueller Identität. Wir stehen für Integration, Inklusion, Gleichbehandlung und Gemeinschaft. Das ist im Ethik-Codex des FLVW festgeschrieben. Der Fußball steht für Akzeptanz und Teamgeist. Und genau das haben Sie, Fans und Verein, am vergangenen Freitag bewiesen.

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