
Präventionsprojekte gegen sexuelle Gewalt
Sexuelle Gewalt: Auch im Sport ist das ein Problem. Der Stadtsportbund Münster und auch unser Fußball-Regionalligist Preußen Münster wollen sich künftig verstärkt um dieses Thema kümmern.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.04.2021 10:30
All das, was gerade im Missbrauchskomplex Münster oder in der Katholischen Kirche ans Licht kommt, geht auch an Münsters Sportvereinen nicht vorbei. Fast 30.000 Kinder und Jugendliche in den 200 münsterischen Vereinen sollen sich sicher fühlen und keine Angst vor Übergriffen haben. Der Stadtsportbund (SSB) startet deshalb im Juli zwei vorerst befristete Projekte zur Vorbeugung vor sexualisierter Gewalt. "Schweigen schützt die Falschen" ist das Motto: Zwei hauptamtliche Mitarbeiter sollen Vereinsmitglieder schulen und ihnen vermitteln, was bei Verdachtsfällen zu tun ist.
Die beiden halben Stellen dafür wird der SSB Münster auf zwei Paar Schultern verteilen: Die Regionalkoordination wird der langjährige Mitarbeiter Thomas Lammers (l.) übernehmen, der sich bereits in seiner Tätigkeit als Fachkraft für Jugendarbeit intensiv mit der Prävention sexualisierter Gewalt befasst hat. Das zweite Paar Schultern sucht der SSB derzeit noch im Rahmen einer Stellenausschreibung.
"Wir möchten für das Thema sensibilisieren handlungssicher machen, die Vereine handlungssicherer machen, Strukturen schaffen und zielgruppenspezifische Schulungen durchführen“, nennt Geschäftsführer Robin Schneegaß (r.) die Ziele. Erfreulich für Münsters Vereine: Durch die Förderung von Stadt und Landesportbund kann der SSB dieses wichtige Handlungsfeld besetzen, ohne die Vereine damit finanziell zu belasten. Weitere Informationen zur Stelle auf der SSB-Homepage.
Ähnliches Projekt beim SC Preußen
Auch der SC Preußen Münster will junge Nachwuchsspieler bestmöglich schützen. Dazu soll es im Verein vier Präventionsbeauftragte als Ansprechpartner geben. Im Ernstfall sollen dann zusätzlich externe Experten hinzugezogen werden.
