Petrikirche wird saniert

Seit über zwei Jahren sichern nun schon Bauzäune die Petrikirche an der Aa, demnächst sollen dort die Handwerker anrücken. Inzwischen ist das Gebäude ein kompletter Sanierungsfall geworden.

Die Petrikirche steht zwischen Juridicum und dem Fürstenberghaus an der Aa und befindet sich im Eigentum des Ministeriums der Finanzen NRW. In seinem Auftrag plant der BLB NRW die Sanierung der Kirche aus dem späten 16. Jahrhundert.

Bei den Schäden handelt es sich im Wesentlichen um Schäden im Bereich der Außenfassade, teilweise auch im Innenbereich der Kirche. Die angegriffenen Fassaden zu reparieren und erhalten wird etwa zweieinhalb Jahre dauern und 1,5 bis 2 Millionen Euro kosten. Danach soll der Innenraum an die Reihe kommen. Wie teuer es werden wird, Heizung, Beleuchtung, Orgel und Gestühl in Ordnung zu bringen ist noch unbekannt.

Wie ist der Zustand der Kirche?

An der Außenfassade gibt es mehrfachen Handlungsbedarf: Abplatzungen der Sandsteinoberflächen und sich lösende Teile der Bauzier. Figürliche Darstellungen und die Strebepfeilerabdeckungen zeigen biogenen Bewuchs. An den Ziegel- und Bruchsteinmauerwerken sind Fugen ausgespült. Entsprechend ist eine Sanierung der gesamten Fassade einschließlich Fugen, Bauzier, figürlichen Darstellungen und durchfeuchteten Natursteinbauteilen erforderlich.

Die meisten Fenster sind gut erhalten. Einzelne gesprungene Gläser müssten ausgetauscht, einzelne Schiebenfelder vermörtelt bzw. verkittet und neu gestrichen werden.

Die Dächer der Petrikirche wurden in den Jahren 2000/01 bereits überarbeitet und neu eingedeckt, sodass sie grundsätzlich in gutem Zustand sin. Instandsetzungen sind hier nur in Teilbereichen erforderlich. Im Bereich der Glockentürme können eventuelle Schädigungen des Daches erst nach Abnehmen des Belags bewertet werden.

Im Innenbereich, z. B. im nördlichen Seitenschiff, zeigen sich Spuren von Feuchtigkeit. Hier ist eine Sanierung der Wand- und Deckenflächen erforderlich. Ausstattungsgegenstände der Kirche wie Kanzel und Kirchenbänke, sowie Bodenflächen sind zu reinigen und zu überarbeiten. Auch die Orgel benötigt eine Reinigung und Wartung. Die Elektro- und Beleuchtungstechnik sowie die Heizungs- und Lüftungstechnik müssen erneuert bzw. überarbeitet werden.

Wann geht es mit den Sanierungsmaßnahmen los?

Der vom BLB NRW erstellte und jetzt vorliegende Rahmenterminplan sieht für das europaweite Vergabeverfahren, die Beauftragung, Planung und Durchführung der Leistungen des 1. Bauabschnitts (Sanierung der Außenfassade) einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren vor. Der BLB NRW kann damit beginnen, sobald alle landesinternen Genehmigungen vorliegen.

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