Petrikirche wieder zur Nutzung freigegeben

Die Petrikirche hat nach wichtigen Sanierungsmaßnahmen wieder geöffnet. Im Dezember hatte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW das Gebäude sperren lassen, nachdem sich Putz- und Fugenmaterial von der Decke gelöst hatte.

Der Landesbetrieb hat schnell reagiert und im Kircheninnern Deckenfugen ausbessern lassen, die Gewölbedecken abgeklopft und teilweise neu verputzt. "Die Sicherungsarbeiten an der Decke der Petrikirche sind wie geplant verlaufen. Aus statischer Sicht spricht jetzt nichts mehr gegen Besucherverkehr", teilt Markus Vieth, technischer Leiter der BLB-Niederlassung Münster, mit.

"Als Ort der Begegnung haben wir die Petrikirche in den vergangenen Wochen sehr vermisst", sagt Michael Berentzen, Leiter der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde in Münster (KSHG). "Deshalb freuen wir uns umso mehr, die Petrikirche wieder nutzen zu können. Schon in der nächsten Woche wollen wir dort wieder Gottesdienste mit den Studierenden feiern. Gleichzeitig empfinden wir große Dankbarkeit für die Gastfreundschaft der Nachbargemeinden in Münster, die uns kurzfristig in der Advents- und Weihnachtszeit einen Gottesdienstort zur Verfügung gestellt haben."


Nicht nur im Innenraum, auch außen tut sich etwas: Derzeit initiiert der BLB NRW das Vergabeverfahren für die Restaurierungsarbeiten an der Fassade. "Mit der Sanierung der Petrikirche kommen wir unserem Auftrag nach, wertvolle Denkmäler des Landes zu erhalten", erklärt Isabella Oppenberg, die kaufmännische Leiterin der BLB-Niederlassung Münster. Die Petrikirche benötigt eine Sanierung der gesamten Außenfassade, das umfasst Fugen, Bauzier, figürliche Darstellungen und Natursteinbauteile. Einzelne gesprungene Gläser sollen ausgetauscht werden. Die weiteren Sanierungsarbeiten werden mit der zuständigen Denkmalbehörde abgestimmt. Die Dächer der Petrikirche hat der BLB in den Jahren 2000/01 bereits überarbeitet und neu eingedeckt, sodass sie grundsätzlich in gutem Zustand sind. Instandsetzungen sind hier nur in Teilbereichen erforderlich.

Die St.-Petri-Kirche gilt als eines der frühesten Bauwerke der Jesuitengotik in Westfalen. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde sie an das Gymnasium Paulinum übertragen. Die Kirche ist eine Sonderliegenschaft des Landes NRW und befindet sich heute im Eigentum des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb verantwortet im Auftrag des Ministeriums alle erforderlichen Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen. Die KSHG nutzt die Petrikirche für Gottesdienste und weitere Veranstaltungen. Die KSHG versteht den Ort als Glaubensheimat für Studierende der Westfälischen Wilhelms-Universität und der FH Münster.

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