On-Demand-Shuttles "Loop" starten in Münsters Süden

Ab Dienstag, den 1. September, ist es soweit: Ab dann werden die On-Demand-Shuttles "LOOP Münster" (ehemals „Hiltrup-On-Demand“) in den Stadtteilen Hiltrup, Amelsbüren, Berg Fidel, Mecklenbeck-Süd, in anliegenden Wohngebieten sowie in den Gewerbegebieten Loddenheide und Hansa-Business-Park eingesetzt. Dadurch sollen attraktive Mobilitätsangebote im öffentlichen Raum ausgebaut werden. Als Pilotprojekt ist LOOP zunächst auf drei Jahre lang angelegt.

© Stadtwerke Münster

Bislang wurden in Münsters Süden abseits der Hauptverkehrsachsen TaxiBus-Linien angeboten. Die neuen Shuttles können je nach Bedarf rund 230 bestehende Bushaltestellen und zusätzlich über 700 virtuelle Haltestellen im Projektgebiet anfahren. Viele Zustiegs- und Ausstiegsmöglichkeiten sollen sicherstellen, dass Kunden die On-Demand-Shuttles nahe am Start- und Zielort nutzen können. Mithilfe der Shuttles ergeben sich dann neue Direktverbindungen: Zum Beispiel von der Weseler Straße an die Westfalenstraße, von Amelsbüren in die Loddenheide oder von Berg Fidel zum Bahnhof Mecklenbeck. Unterwegs sammeln die Shuttles immer wieder weitere Fahrgäste ein oder setzen sie an ihrem Ziel ab, wenn die Fahrtrichtung stimmt.

Und so funktioniert's

Wer den neuen Service nutzen will, ruft den "Loop" telefonisch (ab dem 01. Oktober) oder per App. Man gibt zunächst an wo man starten möchte und wohin es gehen soll. Der Vorteil der App ist, dass einem ggf. alternative Buslinien angezeigt werden und man verfolgen kann, wann der entsprechende Loop in der Nähe ist. Die App zeigt einem auf einer Karte an, an welche Straßenecke man sich begeben soll. Hier sammelt einen der Loop dann ein. Corona-bedingt können momentan nur vier der eigentlich sechs Sitze belegt werden. Die Autos sind auch mit Rampen ausgetstattet, sodass auch Rollstuhlfahrer/-innen den neuen Service nutzen können. Eine Software berechnet dann den günstigsten Weg für alle Loop-Nutzer/-innen: Es kann allerdings sein, dass man wegen anderer Fahrgäste einen kurzen Umweg in Kauf nehmen muss. Für die Fahrt gelten die normalen ÖPNV-Tickets, also alle Abos, Semestertickets und Zeittickets. Auch per App können Fahrkarten erworben werden. Im Shuttle selbst können keine Papiertickets gekauft oder entwertet werden. Zunächst kann man mit dem Loop nur Strecken innerhalb des Bereichs in Münsters Süden zurücklegen. (siehe Karte) Die Taxibusse fahren unter der Woche zwischen 5 und 2 Uhr, am Wochenende sogar durchgehend.

Die Loop-App gibt es im App Store und im Play-Store. Telefonisch kann man den "Loop" erst ab dem 01. Oktober rufen.

Der "Loop" fährt zunächst nur in Münsters Süden.© Stadtwerke Münster
Der "Loop" fährt zunächst nur in Münsters Süden.
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5 Millionen Euro für LOOP vom Land NRW

Das Verkehrsministerium hat in einem Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ Kommunen, kommunale Zweckverbände und SPNV-Aufgabenträger aufgefordert, innovative Konzepte für den ÖPNV im ländlichen Raum zu entwickeln. Insgesamt wurden 38 Projektvorschläge eingereicht. Eine Experten-Jury hat 15 Projekte für die Förderung ausgewähl, darunter auch LOOP Münster. Das Projekt wird nun mit 5 Millionen Euro vom Land NRW gefördert.

In der ANTENNE MÜNSTER-Morningshow hat Reporterin Lena Zils noch einmal erklärt, wie das Projekt "LOOP" genau funktioniert und ob das Fahren damit wirklich so luxuriös ist, wie es klingt:

© ANTENNE MÜNSTER

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