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Omikron: Enorme Herausforderung
© Amt für Kommunikation Stadt Münster
Wolfgang Heuer, Corona-Kristenstabsleiter und Ordnungsdezernent der Stadt Münster.
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Omikron: Enorme Herausforderung

Es werde alles daran gesetzt, die so genannte "kritische Infrastruktur" und die Intensivstationen aufrecht zu erhalten, erklärt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

Veröffentlicht: Freitag, 24.12.2021 10:00

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In der aktuellen vierten und bisher stärksten Infektionswelle nach fast zwei Jahren Pandemie arbeitet das Gesundheitssystem in Münster zwar unter sehr hoher Last, aber es ist nach wie vor stabil und versorgt nicht zuletzt auch Patient:innen von außerhalb. Das erklärt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer zur Lage an Weihnachten 2021. Alle aktuellen Maßnahmen sind Heuer zufolge in letzter Konsequenz darauf ausgerichtet, die Arbeitsfähigkeit der "Kritischen Infrastruktur" einschließlich der Intensivbereiche in den Krankenhäusern aufrecht zu erhalten. Die hierzu bestehende enge Zusammenarbeit in Münster müsse in den kommenden Wochen weiter vertieft werden, so der Krisenstabsleiter.

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Die vor Weihnachten sinkenden Inzidenzen werden häufig als Zeichen der Entspannung wahrgenommen, dazu kommt in Münster die im bundesweiten Vergleich gute Situation. "Aber wir dürfen uns nicht täuschen, die Entspannung wird voraussichtlich schon sehr bald enden. Die kürzlich auch in Münster identifizierte Omikron-Variante bringt eine starke Veränderung in die Pandemie: Eine stark gesteigerte Übertragbarkeit und ein Unterlaufen des bestehenden Immunschutzes sind die ungünstigen Eigenschaften von Omikron." Das kann zu einer explosionsartigen Verbreitung führen. Auch wenn die Krankheitsschwere noch nicht abschließend beurteilt werden kann, ist ein deutlicher Anstieg der Hospitalisierung möglich.

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Der Impfschutz gegen die Omikron-Variante ist mit den bisherigen Impfungen offenbar nur teilweise gegeben, die Booster-Impfung bleibt aber sehr wichtig. Heuer: "Die gute Impfquote in Münster kann und wird uns voraussichtlich helfen, eine hohe Krankheitslast durch Omikron zu bremsen. Leider sieht das anderenorts viel schlechter aus."

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Die Verdopplungszeit der Omikron-Inzidenz ist deutlich schneller als bei allen bisherigen Varianten und kann dazu führen, dass relevante Teile der Bevölkerung zeitgleich erkrankt und in Quarantäne sind. Dadurch wäre dann das Gesundheitssystem und die gesamte Kritische Infrastruktur (Polizei, Feuerwehr, Stadtwerke, IT u.a.) extrem belastet. Die aktuell beschlossenen Maßnahmen sollen die Dynamik verlangsamen und das Ausmaß verringern.

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Wolfgang Heuer appelliert: "Auch wir in Münster müssen unsere Kontakte ab sofort weiter reduzieren. Die Bereiche der Kritischen Infrastruktur in Münster reagieren bereits und gehen mit der Trennung von Belegschaftsgruppen, einer erneut deutlichen Ausweitung von Home Office und z.B. der Nutzung von FFP 2-Masken gegen die kommende Entwicklung vor." Alle Münsteraner:innen können weiterhin den wichtigsten Beitrag zur Infektionsbekämpfung leisten: Dazu gehören die Vermeidung größerer Zusammenkünfte, das konsequente Tragen von Masken insbesondere in Innenbereichen sowie die Nutzung von Schnelltests bei Zusammenkünften vor und während der Feiertage. Der überragende Stellenwert des Impfens ist in Münster ohnehin klar.

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Ich erwarte für die kommenden Wochen enorme Herausforderungen in unserer Stadt, die nur durch gemeinsames Handeln bewältigt werden können. Dabei wird es weiterhin auf Konsequenz und Schnelligkeit ankommen. Letztlich haben wir alle es in der Hand, durch vernünftiges Handeln der Pandemie weiter die Stirn zu bieten.

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer

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