
Neues Museum für Domschatz
Ihr könnt euch auf ein neues Museum, das "PAULUS", freuen, in dem Münsters Domschatz zu sehen ist. Ab Donnerstag (27.08.) könnt ihr es am Alten Steinweg in der Nähe der Lambertikirche besichtigen.
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Das letzte Mal konnte der Domschatz in Münster vor neun Jahren gesehen werden; in der Domkammer. Damals genügten die klimatischen Bedingungen nicht mehr, die nötigen Investitionskosten waren zu hoch. Deswegen schloss das zuständige Domkapital den Gebäudeteil. In der Zwischenzeit war der Domschatz aus Münster in Ausstellungen in Paderborn und Cleveland in den USA zu sehen. Ein Großteil war in Köln in einem Depot gelagert.
Erste Ausstellung über Paulus
Im neuen Museum "PAULUS" könnt ihr nicht nur den Domschatz sehen, es sind auch wechselnde Ausstellungen geplant. Den Anfang macht bis zum 30. Mai 2027 die Schau mit dem Titel "Ich gehe, aber wohin?" zum Namensgeber des Museums und des Doms, Paulus. Besuchende erfahren etwas über seinen Lebensweg, seine Wirkung und es gibt auch Bezüge zur Gegenwart, sagt Dompropst Hans-Bernd Köppen im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Auch der Name der Ausstellung lasse sich auf Paulus zurückführen:
Highlights der ersten Ausstellung
Zu den Hauptwerken der ersten Ausstellung zählt ein steinerner Pauluskopf aus den Jahren um 1225, ein Altarflügel, der den Tod des Paulus zeigt (1619-1622) oder auch ein goldenes Büstenreliquiar von Paulus aus dem dritten Viertel des 11. Jahrhunderts. Um die Bedeutung von Reliquien zu erklären, ist auch ein Trikot des FC Bayern München nach einem Spiel beim SC Preußen Münster in der Ausstellung zu sehen.
Budget deutlich erhöht
Das jährliche Budget hat das Domkapitel von 400.000 auf 800.000 Euro aufgestockt. Insgesamt werden Mittel von 1,1 Millionen Euro benötigt. Der Rest werde über eine Stiftung und Spenden gedeckt, erklärt Hans-Bernd Köppen. Das "PAULUS"-Museum befindet sich in einem Neubau am Alten Steinweg. In zwei von vier Etagen sind die Werke in den wechselnden Ausstellungen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Gebuchte Führungen müssen bezahlt werden.

