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Neuer Wohnraum für gefiederte Gäste
© Allwetterzoo Münster
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Neuer Wohnraum für gefiederte Gäste

30 neue Meisenkästen sowie jeweils 15 Nistkästen für Baumläufer und Stare sind aus Holzresten entstanden. Insbesondere von den Meisen verspricht sich der Allwetterzoo Hilfe im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner.

Veröffentlicht: Donnerstag, 13.02.2020 16:00

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Immer wieder, wenn etwas Zeit abzuknapsen war, machte sich das Team des Allwetterzoo Münsters um Gärtnermeister Christian Wiemann daran, und baute in den vergangenen Wochen Nistkästen zusammen. "Wir haben uns Holzreste von unserer Schreinerei zurechtschneiden lassen", erklärt Wiemann, der gemeinsam mit seinem Team aber nicht nur für das Aufhängen der Kästen verantwortlich ist. "Wir sind auch für die Reinigung und Instandhaltung der bereits vorhandenen Nist- und Fledermauskästen verantwortlich."

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30 neue Meisenkästen sind es am Ende geworden. Hinzukommen noch jeweils 15 Nistkästen für Baumläufer und Stare – ebenfalls gebaut aus Holzresten und somit ein gelungenes Beispiel für Resteverwertung und Upcycling. "Die neuen Nistmöglichkeiten werden dann die bereits 90 im Allwetterzoo Münster angebrachten Nisthilfen für Vögel jedweder Art ergänzen", sagt der Gärtnermeister.

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Insbesondere von den Nisthilfen für Meisen verspricht sich das Team des Allwetterzoos viel. Denn gerade diese kleinen Vögel konnten vermehrt dabei beobachtet werden, wie sie den Eichenprozessionsspinner auf ihre Speisekarte setzten. "Nachdem wir im vergangenen Jahr da echt vor einer großen Herausforderung standen, hoffen wir, dass das Problem mit Unterstützung unserer gefiederten Gäste hier vor Ort in diesem Jahr besser gehandhabt werden kann", so Christian Wiemann. Allerdings seien sich alle Beteiligten bewusst, dass das nur einer von vielen Bausteinen zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinner sei. So habe sich der Zoo mittlerweile eigenes Equipment angeschafft und Mitarbeiter gezielt in der Verwendung der Technik sowie in der Handhabung des Eichenprozessionsspinner geschult, um schnell und unbürokratisch auf dem 30 Hektar großen Gelände auf den Schmetterling und seine Raupen zu reagieren. "Wir sind auch noch in der Analyse, welche weiteren Möglichkeiten wir haben, um die Verbreitung so gering wie möglich zu halten. Aber da ist derzeit noch nichts spruchreif."

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Neben den Nistkästen für die verschiedenen Vögel sollen auch weitere Fledermauskästen angeschafft und aufgehängt werden. Hier ist das Team des Gärtnermeisters in enger Absprache mit dem zuständigen Zoo-Kurator Dr. Philipp Wagner.

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Tipps für Meisen-Nistkästen im eigenen Garten

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Ein Meisennistkasten sollte in zwei bis drei Meter Höhe angebracht werden und möglichst außerhalb der Reichweite von Nesträuber wie Katzen oder Marder hängen. Zudem sollte das Einflugloch am besten in Richtung Osten ausgerichtet sein. Das hat den Hintergrund, dass die Morgensonne die Meisenbehausung früh erwärmt. Das ist wiederum wichtig für die Entwicklung der Jungvögel. Eine Ausrichtung nach Südost ist auch möglich, aber da es im Nistkasten nicht zu heiß werden darf, sollte eine Ausrichtung nach Süden vermieden werden, es sei denn, es ist, zum Beispiel durch Bäume, für ausreichend Schatten gesorgt.

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