
Münsteraner vor Hitze schützen
Ein Hitzeaktionsplan soll konkrete Maßnahmen nennen, um die Menschen in Münster bei Hitzewellen zu schützen. Noch ist er aber nicht fertig.
Veröffentlicht: Freitag, 21.07.2023 04:30
Überall auf der Welt purzeln die Hitze-Rekorde. Münster erlebt seit Jahren ebenfalls besonders heiße Sommer - die Hitze belastet die Menschen. Der Hitzeaktionsplan für unsere Stadt ist aber noch nicht fertig. Länder und Kommunen sollen für sich diesen Plan erarbeiten, der vorschreibt, was bei Hitze zu tun ist, um die Menschen vor der Hitze zu schützen.
Kurzfristige und langfristige Maßnahmen
Der Hitzeaktionsplan soll konkrete, auf Münster zugeschnittene Maßnahmen enthalten: Langfristig gehören ein kühlender Stadtbau mit viel Grün, mit viel Schatten, mit vielen Wasserquellen dazu. Kurzfristig soll er Schutzmaßnahmen für hitzeempfindliche Menschen wie Vorerkrankte, ältere oder Babies enthalten...
Die Stadt hat mittlerweile zwar jemanden eingestellt, der genau diesen Hitzeaktionsplan erarbeiten soll. Bisher stecke der Plan aber noch in den Kinderschuhen, schreibt ein Sprecher der Stadt in seinem Statement auf ANTENNE MÜNSTER-Nachfrage:
"Die ersten Schritte zur Erstellung eines Hitzeaktionsplans für die Stadt Münster wurden unternommen."
Fundament für den Plan steht
Der strategische Unterbau des Plans ist aber mittlerweile vorhanden: Das 2017 formulierte Klimaanpassungskonzept und der Handlungsplan aus dem Jahr 2019 bieten zumindest schon einmal langfristige Maßnahmen, damit Münster künftig eine klimaangepasste Stadt ist. Dazu gehören die Pläne, Fördergeld für klimafreundliches Wohnen zu zahlen, Dächer zu begrünen oder bepflanzte Gärten voranzutreiben. Die Stadt zählt zudem auch noch die regelmäßigen Sprechstunden zum Thema "Klimaanpassung" oder auch zu den Sprudel-Systemen im Aasee, die die Lebewesen darin schützen sollen, auf.
Nur wenige Hitzeaktionspläne sind deutschlandweit fertig
Gerade einmal jede siebte Stadt oder Gemeinde (ca. 14%) in Deutschland hat bisher einen ausgearbeiteten Hitzeaktionsplan. Das Bundesgesundheitsministerium will, dass alle in zwei Jahren (2025) einen entsprechenden Plan erarbeitet haben.