Münsteraner Mieterin setzt sich gegen LEG durch

Bei einem Mietstreit vor dem Amtsgericht Münster hat sich eine Münsteranerin gegen die Wohnungsgesellschaft LEG durchsetzen können. Die 73-jährige weigerte sich unter anderem, eine Mieterhöhung für eine Modernisierung zu zahlen, die nie zu Ende gebracht wurde.

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Bei dem Gerichtsstreit kamen verschiedene Dinge zusammen: Zum einen wurde neben der Wohnung von der Mieterin Ursula Schmidt ein Haus abgerissen. Der Baustellenlärm hat ihr und ihren Nachbarn viele Nerven geraubt. Daraufhin hat sie nach Absprache mit dem Mieterbund weniger Miete gezahlt. Die LEG wollte ihr die Wohnung kündigen, falls sie die fehlende Miete nicht zurückzahlen würde.

Zum anderen kamen dazu dann auch eine Mieterhöhung für eine Sanierung, die nie abgeschlossen wurde und Betriebskostenabrechnungen, die nicht dem entsprachen, was im Mietvertrag steht. Ursula Schmidt hat die Forderungen erstmal bezahlt, musste dafür allerdings ihr Konto überziehen und sich Geld von ihrem Sohn leihen.

Rückzahlung von 4.000 Euro

Das ließ die Münsteranerin aber nicht auf sich sitzen: Ursula Schmidt wendete sich an den Mieterbund und zog mit ihrem Anwalt vor das Amtsgericht Münster. Die LEG und Ursula Schmidt haben sich auf einen Vergleich geeinigt: Die Wohnungsgesellschaft muss ihrer Mieterin rund 4.000 Euro zurückzahlen und gab ihren Forderungen somit in allen Punkten nach. Im Gegenzug verzichtet Ursula Schmidt darauf, auf die Forderung weiterer Minderungsbeiträge zu verzichten.

Die Münsteranerin hat mit ihrem Fall gezeigt, dass es sich lohnt, dagegen vorzugehen, wenn man sich als Mieter ungerecht behandelt fühlt, wie sie im ANTENNE MÜNSTER-Interview sagt:

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In Münster hatte sich Anfang 2019 bereits eine LEG-Mieterinitiative gegründet, die sich kritisch zu dem Wohnungsunternehmen äußern.

ANTENNE MÜNSTER-Reporterin Franziska Krämer berichtet im Gespräch mit Nachmittagsmoderator Jonas Menke über den Fall:


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