Münsteraner "entspannt und rücksichtsvoll" in der Krise

Nach elf Wochen Arbeit hat der Corona-Krisenstab Zwischenbilanz gezogen: Dank "entspannter und rücksichtsvoller" Münsteraner habe man die Entwicklung immer im Griff gehabt.

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Im Interview mit ANTENNE MÜNSTER-Chefredakteur Stefan Nottmeier erklärt der Leiter des städtischen Krisenstabes, Wolfgang Heuer, die Situation sei in Münster "nie aus dem Ruder" gelaufen. Hauptgrund dafür: Münster habe sich sehr früh auf die Coronakrise vorbereitet. Bereits im Januar habe es erste interne Maßnahmen gegeben. Die Stadt habe auch sehr früh damit begonnen, Testkapazitäten aufzubauen. Der Testcontainer am Uni-Klinikum sei einer der ersten bundesweit gewesen, so Heuer. Auch bei der Maskenpflicht sei Münster Vorreiter gewesen.

Münsteraner entspannt und rücksichtsvoll in der Krise

Sehr beeindruckt haben Heuer die Münsteraner Bürgerinnen und Bürger. Sie seien "entspannt und rücksichtsvoll" in der Krise. Das habe er aus anderen Städten ganz anders gehört, so Heuer im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Zwar seien die Neuinfektionen aktuell in Münster noch einmal gestiegen - verantwortlich dafür sind 16 infizierte Mitglieder einer Großfamilie in Angelmodde - aber ansonsten ist Münster bisher gut durch die Krise gekommen.

"Dass ich meinen Sohn nicht sehen kann, ärgert mich."

Seit elf Wochen ist Heuer nun Münsters Krisenmanager Nummer 1. Im Netz wird er von vielen Münsteranern bereits liebevoll "Captain Corona" genannt. Er sei ein bisschen müde, sagt er im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Aber das Einzige, "was mich wirklich ärgert: Mein kleiner Sohn hat schulfrei, ist den ganzen Tag zuhause und wartet auf seinen Papa. Und der kommt manchmal erst, wenn es schon wieder dunkel ist."


Das ganze Interview mit Wolfgang Heuer gibt es hier zum Anhören:


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