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Münster wird NRW-Modellregion
© Presseamt Münster
Oberbürgermeister Markus Lewe
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Münster wird NRW-Modellregion

Die Stadt Münster wird eine von 14 NRW-Modellregionen, in denen Schritte zur Öffnung aus dem Lockdown geprobt werden sollen. Das hat NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart bekanntgegeben. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe sieht den Zuschlag im ANTENNE MÜNSTER-Interview als ein wichtiges politisches Signal vom Land NRW, sieht aber trotzdem keinen Grund zu jubeln.

Veröffentlicht: Freitag, 09.04.2021 09:43

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Münster gehört zu einer ersten Gruppe von Kommunen, die ihre Projekte am 19. April starten sollen. Zu dieser ersten Gruppe gehören auch die Stadt Ahaus im Kreis Borken sowie die Kreise Coesfeld und Warendorf. Damit ist das Münsterland besonders gut vertreten. Maßgebliches Kriterium für die Entscheidung des Landes seien die „digitalen Fähigkeiten“ in den Modellregionen, so Minister Pinkwart. Diese seien sowohl zur Kontaktnachverfolgung als auch für ein geplantes Testnachverfolgungs-System wichtig.

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe sieht den Zuschlag als ein wichtiges politisches Signal vom Land NRW, dass es dem Münsterland und Münster zutraut, verantwortungsvoll mit dem Thema Modellregion umzugehen. Trotzdem gebe es keinen Grund zu jubeln, da wir immer noch in der dritten Welle steckten. Zudem hätten sich nach der gestrigen Schulentscheidung zum Distanzunterricht nach den Osterferien die Prioritäten etwas verschoben, so Lewe im ANTENNE MÜNSTER-Interview mit Nachmittagsmoderator Matthias Kamps.

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Münster wird Modellregion / OB Markus Lewe im Interview
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Voraussetzungen und Abbruch

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Voraussetzung zum Start eines Modellprojektes ist laut Minister Pinkwart, dass die jeweilige Kommune beständig unter einer Inzidenz von 100 liegt. Das trifft für Münster seit vielen Wochen zu. Die Modellprojekte können laut Pinkwart auch wieder abgebrochen werden, wenn die Inzidenz über einen Zeitraum von sieben Tagen über 100 liegt. Ausnahmen gebe es nur, wenn die betroffene Kommune glaubwürdig belegen kann, dass hohe Inzidenzen aus einem bekannten Hotspot entspringen.

Mitte Mai will Pinkwart eine erste Zwischenbilanz ziehen. Wichtig sei ihm, so der Minister, dass die Modellkommunen Best-Practice-Beispiele liefern sollen für andere Kommunen in NRW.

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Münster wird NRW-Modellregion
© ANTENNE MÜNSTER
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Insgesamt 46 Bewerbungen

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Insgesamt hatten sich 46 Kommunen in NRW für ein Modellprojekt beworben, darunter 25 Städte und 21 Landkreise. Sechs Kommunen, darunter Münster und die oben genannten Münsterland-Regionen, gehören zu einer ersten Staffel, die am 19. April starten sollen. Eine Woche später, am 26. April, soll dann eine zweite Staffel starten, zu der unter anderem die Städte Köln und Hamm gehören.

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Was bedeutet Modellregion?

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Die Anforderungen, um Modellregion sein zu können, hatte das Land NRW vor Ostern präzisiert. So müssten bestimmte Bereiche für Öffnungsschritte benannt werden – etwa ein Einkaufszentrum, das Theater oder auch ein Kneipenviertel. Zugang erhalten sollen nur Menschen mit Negativ-Test und es muss eine umfassende digitale Nachverfolgung per App gewährleistet sein. Genauso wichtig ist dem Land eine wissenschaftliche Begleitung vor Ort. Die für Modellregionen entstehenden Kosten müssen die ausgewählten Kommunen selbst zahlen.

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