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Münster trauert um Papst Benedikt XVI.
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Münster trauert um Papst Benedikt XVI.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist in den Morgenstunden im Kloster Mater Ecclesiae im Vatikan verstorben, teilt ein Sprecher des Vatikans mit.

Veröffentlicht: Samstag, 31.12.2022 12:00

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In Münster sind an vielen Stellen die Totenglocken der Kirchen zu hören. Viele Küster haben sie eingeschaltet, um auf den Tod des früheren Papstes Benedikt aufmerksam zu machen. Unter anderem auf dem Prinzipalmarkt läutet die Totenglocke der Lambertikirche. Beim Tod des Papstes läuten Kirchengemeinden die Totenglocke seit je her - sie erklingt in einem sehr tiefen Ton.

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Zum Tod des früheren Papstes äußert sich auch Dr. Felix Genn, Bischof des Bistums Münster: „Mit vielen Menschen trauere ich um den verstorbenen Papst em. Benedikt XVI. In diesen Tagen wird mit Recht sein Lebenswerk von unterschiedlichen Perspektiven gewürdigt werden. Sicher wird auch die eine und andere Seite seines Wirkens kritisch in den Blick genommen. Ich möchte meinen persönlichen Eindruck aussprechen: Für meine theologische Entwicklung ist er von entscheidender Bedeutung. Die Vorlesungen und Seminare bei ihm waren immer theologische und auch spirituelle Höhepunkte meines Studiums. Seit meinem Freisemester an der Universität Regensburg bestand auch persönlicher Kontakt. Ich habe ihm viel zu verdanken. Für die Kirche wird er noch lange eine Inspiration sein durch seine tiefen und wegweisenden Worte und das umfassende theologische Werk. Münster gehört zu den Stationen seiner Tätigkeit als Hochschullehrer. Vielen, die ihn als Professor erleben konnten, wird er ebenso in Erinnerung bleiben wie einer breiteren Öffentlichkeit, die bis heute die Adventspredigten, die er 1964 in unserem Dom gehalten hat, als geistliche Anregungen lesen kann. Wir beten mit der ganzen Kirche, dass der Herr, dessen Mitarbeiter in der Wahrheit er sein wollte, ihn nun schauen lässt, was er geglaubt, gelehrt und gelebt hat. Das wird der Lohn sein für seinen unermüdlichen Einsatz in der Kirche für die Menschen.“

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Benedikts Verbindung zu Münster

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Von 1963 bis 1966 war Benedikt XVI., mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger, Professor an der katholisch-theologischen Fakultät an der Uni Münster. In diese Zeit fiel auch seine Mitarbeit beim Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom. Joseph Ratzinger lebte in der Annette-Allee. Einen Stammplatz hatte er jederzeit in der Gaststätte "Zum Himmelreich". Benedikt XVI. hat das Bistum Münster mit einigen Entscheidungen geprägt. Unter anderem ernannte er im Jahr 2008 Felix Genn zum neuen Bischof.

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Von 19. April 2005 bis zu seinem Amtsverzicht am 28. Februar 2013 war Benedikt XVI. Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Kritiker werfen Benedikt vor, die Kirche durch eine konservative Haltung nicht ausreichend geöffnet zu haben. Außerdem wurde sein Wirken mit Enthüllungen um Missbrauchsskandale überschattet.

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