
Münster sieht gelb: Mehr Dank- als Denkzettel
Bei insgesamt sechs Tempokontrollen seit Schulanfang haben Polizei und Kinder hauptsächlich "Dankzettel" und weniger "Denkzettel" an die Autofahrer verteilt. Ein Rückblick.
Veröffentlicht: Freitag, 18.08.2023 12:05
Bei diesen besonderen Tempokontrollen wird die Polizei von Schüler:innen aus dem 4. Jahrgang unterstützt. Dabei werden sowohl zu schnelle Wagen angehalten als auch diejenigen, die sich an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit halten. Die Kinder selbst durften dann die berühmten Dank- oder Denkzettel verteilen, Dankzettel für rücksichtvolle Autofahrer:innen und Denkzettel für Raser, die durch ihr unvorsichtiges Fahrverhalten potentiell Kinder auf ihrem Schulweg gefährden könnten.
Glück hatten dabei vor allem diejenigen, die die zugelassene Geschwindigkeit deutlich überschritten, wie etwa ein Autofahrer, der in Albachten 48 stattt der erlaubten 30 km/h auf dem Tacho hatte. Bei einer normalen Polizeikontrolle wäre das ziemlich teuer geworden. Hier sollte die Mahnung der Kinder reichen. Schließlich sind vor allem die Kleinsten häufig noch sehr unsicher im Verkehr.
Meistens konnten die Kinder zur Freude aller Beteiligten Dankzettel verteilt werden, in Handorf und Roxel sogar fast ausschließlich. In Kinderhaus gab des dagegen die schlechteste Bilanz. Mehr als die Hälfte aller Autofahrer kassierte dort einen Denkzettel. Auch im Martiniviertel mussten einige Denkzettel verteilt werden.
Das sagen die Kinder
Wenn die Kelle hochgeht und man von der Polizei angehalten wird, dann steigt bei vielen der Puls. Vor allem wenn man davon ausgeht, gar nichts falsch gemacht zu haben. Umso größer dann die Erleichterung, wenn die Kinder ans Auto kommen und sich für vorsichtiges Fahrverhalten bedanken. Eine Win-Win Situation vor allem, weil die Kinder alle auch sehr viel Spaß dabei hatten, die Polizei so tatkräftig zu unterstützen. Wir haben bei den Terminen die Kinder befragt. Was sie sagen, hört ihr hier:
Unsere Kleinsten im Verkehr schützen
Beim Auftakttermin am 9. August an der Mosaikschule in Gievenbeck waren auch Schirmherr der Aktion, Oberbürgermeister Markus Lewe, Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf und Vertreter der Sponsoren Brillux, Stadtwerke und Dekra vor Ort. Im ANTENNE MÜNSTER-Interview betonten sie alle, wie wichtig es ist, für mehr Sichtbarkeit von Kindern im Straßenverkehr zu sorgen. "Münster sieht gelb" helfe dabei.
Aber nicht nur Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind müssen geschützt werden. Auch für Kinder, die mit dem Auto gebracht werden, gibt es einige Sicherheitsregeln. Ganz klar ist natürlich, dass Kinder im Auto angeschnallt werden müssen. Aber auch dabei gibt es einiges zu beachten. Das ist etwas, worauf die Polizisten bei den Verkehrskontrollen besonders schauen, wie Andre Schnieders, Verkehrssicherheitsbeauftragter bei der Polizei Münster, im Interview verrät:
Also im Rahmen von "Münster sieht gelb", wenn wir Fahrzeuge anhalten, schauen wir natürlich auch, ob andere Kinder angeschnallt sind und ob die richtig gesichert sind. Wir helfen dann natürlich den Eltern auch, die Kindersitze nochmal richtig einzustellen. Wichtig ist uns an dieser Stelle das Wohl der Kinder. Das ist es, was uns am Herzen liegt, und dass alle sicher nach Hause kommen.













