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Münster: 47 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad
© Stadt Münster, Patrick Schulte
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Münster: 47 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad

Das Verkehrsmittel Nummer eins in Münster ist und bleibt das Fahrrad. Einer neuesten Befragung zufolge legen Münsteraner:innen 47 Prozent der täglichen Wege mit dem Rad zurück.

Veröffentlicht: Montag, 22.05.2023 14:06

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Die 47 Prozent sind noch einmal drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung im Jahr 2019. Im Gegenzug hat sich der Anteil der täglichen Autofahrten innerhalb von Münster noch einmal verringert: von 34 auf jetzt 26 Prozent. Wege zu Fuß machen 19 Prozent aus, nur acht Prozent entfallen auf den Öffentlichen Nahverkehr. Zusammengefasst: Drei Viertel aller Wege werden in Münster umweltverträglich zurückgelegt. Rund 2.000 Haushalte in unserer Stadt hatten im Herbst 2022 die Fragebögen beantwortet.

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Münster: 47 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad
© Amt für Kommunikation/Stadt Münster
Der Verkehrsmix in Münster im Zeitstrahl 1982 - 2022
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Fast 75% aller zurückgelegten Wege sind umweltverträglich

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Die umweltverträglich zurückgelegten Wegstrecken - aus Fußwegen, Fahrrad und ÖPNV – haben in Münster damit einen Anteil von 74 Prozent (2019: 66 Prozent) erreicht. Die Ergebnisse spiegeln das Verkehrsverhalten der Münsteranerinnen und Münsteraner bei Wegen innerhalb der Stadt und Pendelstrecken zur Arbeit wider. Nicht berücksichtigt sind Einpendler und Gäste der Stadt.

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E-Fahrräder machen den Unterschied

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Der Radverkehrsanteil in Münster erhöht sich seit Beginn der Befragungen in den 80er-Jahren stetig – von 29 Prozent im Jahr 1982 auf jetzt 47 Prozent in 2022. Aktuell kommen immer mehr E-Fahrräder wie Pedelecs und E-Bikes hinzu: Jede fünfte Fahrradfahrt in der Stadt legen die Befragten mit Elektro-Unterstützung zurück. Bei Wegen von neun bis zehn Kilometern ist es sogar jede zweite Fahrt. Damit hat sich der Anteil der E-Bike-Nutzer:innen unter den Radfahrern seit 2019 verdoppelt.

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Münster: 47 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad
© FH Münster/Anne Holtkötter
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Auto als Verkehrsmittel für längere Strecken

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Das Auto, das zwischen 1982 und 2001 jeweils etwa 40 Prozent des Verkehrsanteils ausmachte, ist nur noch in einem Viertel der Fälle das Verkehrsmittel der Wahl. Ein Großteil entfällt dabei auf längere Wege zur Arbeit.

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Auch Zu-Fuß-gehen ist angesagt

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Zu Fuß gehen ist ebenfalls wieder mehr angesagt als in früheren Zeiten: Immerhin bei 19 Prozent liegt der Anteil der Fußgängerinnen und Fußgänger. 2019 waren es nur zwölf Prozent.

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Nahverkehrsnutzung nimmt ab

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Nur noch acht Prozent der Wege entfallen auf den Öffentlichen Personennahverkehr. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als noch 2019.

Der ÖPNV muss weiterhin gestärkt werden,

sagt Stadtbaurat Robin Denstorff zum weiterhin niedrigen Anteil des ÖPNV in Münster. Die Erkenntnisse der Befragung sollen einfließen in den Masterplan Mobilität Münster 2035+.

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Münster: 47 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad
© Stadtwerke Münster
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Corona hat den Verkehr in Münster verändert

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Während der Corona-Pandemie hat sich das Verkehrsverhalten deutlich verändert. Auch das geht aus der aktuellen Mobilitätsbefragung hervor. So haben sich etwa mobiles Arbeiten und Home-Office etabliert. Deshalb veranlasste das Amt für Mobilität und Tiefbau nach 2019 mit nur drei Jahren Pause eine weitere Befragung. Die Stadt Münster ist damit eine der ersten Kommunen, die nach der Pandemie eine erneute Haushaltsbefragung durchgeführt hat. Die nächste Mobilitätsbefragung soll spätestens 2028 die Haushalte erreichen.

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Münster: 47 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad
© Stadt Münster/Michael Möller
Stadtbaurat Robin Denstorff.
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Denstorff: Verkehrsplanung ändert Verkehrsnutzung

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Das geänderte Mobilitätsverhalten sei aber auch auf aktuelle Verkehrsplanung zurückzuführen, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff:

Es gibt erhebliche Veränderungen des Verkehrsverhaltens der Münsteranerinnen und Münsteraner, auch bedingt durch flexibleres Arbeiten. Diese Veränderungen gilt es, zu verstetigen. Zudem ermöglichen mehr und besser ausgebaute Fahrradstraßen oder komfortable Radstrecken wie die Kanalpromenade, längere Wege ohne Störungen mit dem Fahrrad zurückzulegen.
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