Mit Sektflasche niedergeschlagen: Mann verurteilt
Veröffentlicht: Freitag, 04.04.2025 15:36
Wegen gefährlicher Körperverletzung ist ein 29-Jähriger vom Landgericht Münster zu 4 Jahren und 8 Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Im Oktober vergangenen Jahres soll der Steinfurter einen Mann in der Nähe des Hauptbahnhofs in Münster mit einer Sektflasche geschlagen und zu Boden gebracht haben. Bevor er mit der Sektflasche ausgeholt haben soll, sollen sich die beiden Männer gestritten haben. Als sich das Opfer weggedreht habe, soll ihm der Steinfurter den Schlag mit der Sektflasche verpasst haben. Zu dem Zeitpunkt soll das Opfer wehrlos gewesen sein. Diese Situation soll der Angeklagte ausgenutzt haben.
Weiter geht die Staatsanwaltschaft wegen der Heftigkeit des Schlags davon aus, dass der Angeklagte den Tod als mögliche Folge erkannt und in Kauf genommen hat. Durch den Schlag hat das Opfer unter anderem ein offenes Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Der Angeklagte sagte durch seinen Verteidiger aus, dass er - bevor er mit der Sektflasche zuschlug - von dem Opfer bedroht wurde und aus Angst in Notwehr gehandelt hat.
Dem 29-Jährigen wurde unter anderem versuchter Mord vorgeworfen. Das Landgericht Münster folgte der Staatsanwaltschaft: Der Mann wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu 4 Jahren und 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Aus deren Sicht habe der Angeklagte aus Notwehr gehandelt.