
Millionen-Loch im Haushalt 2024
1,6 Milliarden Euro kann die Stadt im nächsten Jahr ausgeben. Das sieht der Haushaltsentwurf vor, den die Stadtverwaltung im Rat eingebracht hat.
Veröffentlicht: Donnerstag, 21.09.2023 04:00
Der Haushaltsvorschlag von Kämmerin Christine Zeller und Oberbürgermeister Markus Lewe (s. Foto) hat ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro. Die Einnahmen liegen 60 Millionen Euro unter den Ausgaben. Das Haushaltsloch kann noch aus Rücklagen gestopft werden. So kann Münster weiter die Haushaltssicherung vermeiden.
Nicht mehr alle Wünsche erfüllbar
Die Standards bei Schulen, Kitas und neuen Wohnungen müssen gesenkt werden, sagte die Kämmerin im Rat:
Der Spardruck wächst und die Budgets sind am Anschlag.
Münster könne aber weiter die Haushaltssicherung vermeiden und weiter selbst über seine Ausgaben entscheiden.
Oberbürgermeister Markus Lewe nutzte seine Haushaltsrede für einen Blick auf die Lage der Stadt.
Wir stehen vor epochalen Herausforderungen bei Klima- und Energiewende, Kinderbetreuung und bezahlbarem Wohnraum.
Viel Geld muss die Stadt wie immer für die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe ausgeben. Und im Personalbereich führt der hohe Tarifabschluss zu deutlichen Mehrkosten.
Investieren will die Stadt u.a. in Schulen und Kitas. Aber auch ins Preußenstadion und den geplanten Musikcampus. Dafür stehen hohe Millionenbeträge im Haushaltsentwurf.
Beratungen bis Dezember
Die Ratsmitglieder müssen jetzt über die Haushaltsvorschläge der Stadtverwaltung beraten. In der Ratssitzung im Dezember soll der Haushalt für 2024 dann verabschiedet werden.



