
Millionen für Schulen und Kitas
Für die Kitas und Schulen in Münster gibt die Stadt in diesem Jahr viel Geld aus. Sie investiert in diesem Bereich über 100 Millionen Euro.
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.04.2024 06:51
Schulen brauchen mehr Platz
Es mangelt an Kitaplätzen und auch in den Schulen wird mehr Platz benötigt. Deshalb investiert die Stadt massiv in den Schulbau und in den Ausbau der Kindertagesstätten. Das geht aus dem aktuellen Bauprogramm der Stadt für das laufende Jahr 2024 hervor. Demnach investiert die Stadt in den Schulbau 96 Millionen Euro. In den Kitaausbau fließen 17 Millionen Euro. Mit dem Geld wird unter anderem der Neubau der Grundschule Albachten finanziert, die Erweiterung der Annette-von-Droste-Hüslhoff-Schule in Nienberge oder der Umbau der Gesamtschule West in Roxel. Denn vor allem im Bereich der weiterführenden Schulen wird durch die Umstellung von G8 auf G9 mehr Platz benötigt. Noch in diesem Jahr möchte das Amt für Immobilienmanagement mit der Erweiterung des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums beginnen. Parallel dazu soll der Altbau instandgesetzt werden. Für die Erweiterung weiterer Gymnasien will das Amt in diesem Jahr Baubeschlüsse einbringen.
Sanierungen für Münsters Klimaschutz-Ziel
Doch nicht nur die Umstellung von G8 auf G9 ist ein wichtiges Thema für das Amt für Immobilienmanagement: Auch der Klimaschutz in den Bereichen Schulen und Kitas ist ein wichtiger Fokus bei dem aktuellen Bauprogramm. Bis 2030 soll der Energieverbrauch der städtischen Gebäude um 50 Prozent und die CO2-Emissionen um 70 Prozent reduziert werden. Das möchte die Stadt mit energetischen Sanierungen erreichen, so zum Beispiel am Schillergymnasium oder der Erich-Klausener-Schule. Neben Photovoltaik-Anlagen und Gründächern zählt dazu auch die Begrünung der Fassade am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, eine der ersten begrünten Fassaden in der Stadt.
Stadt will bezahlbaren Wohnraum schaffen
Auch wenn der Fokus des Bauprogramms klar auf Schulen und Kitas liegt, hat die Stadt auch die Preise für Wohnen in Münster im Blick. Die Stadt kauft deshalb aktiv Grund und Boden an, um den Anstieg der Preise zu stoppen. Die Grundstücke sollen dann möglichst unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigt werden, "und so bezahlbares Wohnen in vielfältigen, durchmischten und sozialverträglichen Quartieren zu ermöglichen", sagt Ralf Krietmeyer, Leiter des Amtes für Immobilienmanagement. Insgesamt betreut das Amt für Immobilienmanagement rund 1.000 Gebäude an 500 Standorten im gesamten Stadtgebiet.