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Millionär Horst Eschler: „Ich verdanke Aysun mein Leben“
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Millionär Horst Eschler: „Ich verdanke Aysun mein Leben“

Aysun ist 28 und hilft Münsters Millionen-Mann Horst Eschler im Haushalt. Jetzt hat sie ihm wohl das Leben gerettet. Auf die 35.000 Euro als Dank verzichtet sie und spendet lieber.

Veröffentlicht: Dienstag, 18.01.2022 13:00

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ANTENNE MÜNSTER-Morgenmoderator Christoph Hausdorf
Millionär Horst Eschler: "Ich verdanke Aysun mein Leben"
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Ihr Name ist Aysun. Sie ist 28 Jahre alt und arbeitet in einer Gaststätte in Münster. Den Millionen-Spender Horst Eschler hat sie dort kennengelernt. Inzwischen ist eine freundschaftliche Beziehung entstanden und Aysun hilft dem 83-jährigen bei Bedarf im Haushalt, kauft für ihn ein, kommt vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Genau das wollte sie auch an einem Tag kurz vor Silvester des vergangenen Jahres tun.

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Zusammenbruch nach Schwindelanfall

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An diesem Tag will Aysun Horst Eschler anrufen, er geht trotz mehrerer Versuche aber nicht ans Telefon. Aysun macht sich Sorgen, steigt ins Auto und fährt zu seiner Wohnung. Weil sie seit kurzem einen Schlüssel hat, betritt sie nach mehrmaligem Klopfen die Wohnung und findet den 83-jährigen reglos vor. Eschler erzählt später, ihm sei zuhause schwindelig und schwarz vor Augen geworden. Über drei Stunden habe er so in der Wohnung gelegen: „Ich konnte zwar alles hören, mich aber nicht bewegen, ans Telefon gehen oder nach Hilfe rufen“, erzählt er.

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Aysun ruft sofort den Notarzt

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Die 28-jährige Aysun reagiert sofort und ruft den Notarzt. Im Krankenhaus können die Ärzte Eschler stabilisieren und „ins Leben zurückholen“: „Ich bin davon überzeugt, wenn sie nicht dagewesen wäre, würde ich heute hier nicht sitzen", erzählt der Rentner über seine Retterin: "Das ist so. Ganz einfach. Das haben die Ärzte mir auch so gesagt“, berichtet er im Gespräch mit ANTENNE MÜNSTER-Chefredakteur Stefan Nottmeier.

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Millionär Horst Eschler: „Ich verdanke Aysun mein Leben“
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Groß-Spender Horst Eschler im Gespräch mit ANTENNE MÜNSTER-Chefredakteur Stefan Nottmeier
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Sein Geld als Dank will sie nicht

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„Ich habe ihr wohl mein Leben zu verdanken“, sagt Eschler über die junge Frau, der er ewig dankbar sein will. Und dann passiert etwas, mit dem der Millionär nicht rechnet. Als Dank überweist er der 28-jährigen Geld auf ihr Konto: 35.000 Euro. Sie aber reagiert verstört und zunächst sogar gekränkt: „Wofür sollte das Geld sein?“, fragt sie auch später noch im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Ihre Hilfe in der Not sei schließlich selbstverständlich gewesen. Sie hebt das Geld von ihrem Konto ab, fährt zu Eschler und knallt ihm die Geldscheine wütend auf seinen Wohnzimmertisch.

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Eschler: "Ich habe einen großen Fehler gemacht"

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Erst da schwant dem Millionen-Mann aus Münster: Freundschaft und Glück kann man auch mit noch so viel Geld nicht kaufen. Heute sagt Eschler:

Ich habe einen großen Fehler gemacht, das war ziemlich plump von mir. So kann man sich bei einer Frau nicht bedanken. Vor dieser Frau habe ich riesengroßen Respekt. Alle Achtung!
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Millionär Horst Eschler: „Ich verdanke Aysun mein Leben“
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Horst Eschler
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Happy End mit guter Idee

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Nach einigen Tagen Funkstille zwischen beiden gibt es dann aber ein unerwartetes Happy End. „Ich kann mit dem Geld also machen, was ich will?“, fragt sie ihn. Und er stimmt zu. Aysun entscheidet sich, die 35.000 Euro zu spenden. An die Kinderklinik im Clemenshospital.

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Die Spenden-Übergabe im Atlantic-Hotel (v.l.): Dr. Otfried Debus, Chef der Kinderklinik am Clemenshospital, Sabrina Schulz, Referentin für Fundraising im Clemens, Aysun und Horst Eschler sowie Allwetterzoo-Direktorin Dr. Simone Schehka
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Bei einem gemeinsamen Abendessen im ATLANTIC-Hotel werden der Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Otfried Debus, und die Spendenbeauftragte des Clemens, Sabrina Schulz, mit der Spende überrascht. Mit dabei auch Simone Schehka, die Direktorin des Allwetterzoos, für den Eschler in den vergangenen Monaten bereits mehr als zwei Millionen Euro gespendet hatte. Die Freude über die 35.000-Euro-Spende für das Clemens war an dem Abend groß: „Das habe ich in dieser Form und auf diese doch ziemlich dramatische Weise noch nicht erlebt“, sagt Sabrina Schulz und bedankt sich bei Aysun.

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Wofür braucht ein Krankenhaus Spenden?

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Das Geld werde nun den kranken Kindern auf der Station zugutekommen, zum Beispiel für die Einrichtung eines Spielzimmers. „Denn, so sagt Kinderklinik-Chefarzt Dr. Otfried Debus, „Krankenhäuser bekommen immer nur die medizinische Grundversorgung erstattet.“ Das sei aber oft zu wenig, damit es den Kindern auf der Station auch gut gehe. Mit den Spendengeldern ermöglicht das Clemens zum Beispiel auch Eltern, in der Nähe ihrer schwerkranken Kinder zu bleiben und nicht jeden Abend nach Hause fahren zu müssen.

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Mehr als fünf Millionen Euro in zehn Monaten gespendet

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Horst Eschler hat in den vergangenen zehn Monaten mehr als fünf Millionen Euro für schwerkranke Kinder, Kliniken, Schulkinder und den Allwetterzoo in Münster gespendet. Über die Frage, woher das Geld kommt, möchte der 83-Jährige aber nicht sprechen. Anlass für einige der Spenden ist ein Versprechen an seine verstorbene Frau, mit dem gemeinsamen Vermögen Kindern und Tieren zu helfen.

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