
Mehr Geld im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner
Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist zur Daueraufgabe geworden, für die künftig deutlich mehr Mittel eingesetzt werden müssen. Das belegt ein Bericht der Stadtverwaltung, den Stadtförster Hans-Ulrich Menke vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit im Umweltausschuss des Rates vorgestellt hat.
Veröffentlicht: Donnerstag, 03.10.2019 06:01
Mehr als 20.000 Bäume waren nach einem Bericht der Stadt in diesem Jahr befallen, mehr als 100.000 Nester seien beseitigt worden. Das sind etwa doppelt so viele Bäume und rund 15 mal so viele Nester wie 2018. Zuletzt haben acht Kolonnen aus beauftragten Firmen im Wettlauf gegen die Zeit Raupen und Gespinste entfernt. Das Grünflächenamt selbst habe 2019 bereits über 3.000 Stunden Mehrarbeit für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners geleistet.
Nach der Entwicklung der vergangenen Jahre sei zu befürchten, dass sich die Raupe in Münster und dem Münsterland im Jahr 2020 noch stärker verbreite und zur Plage entwickeln werde. Auch deshalb wurde im Ausschuss übereinstimmend die Auffassung vertreten, dass im Zuge der anstehenden Beratungen des städtischen Haushaltsplan-Entwurfs zusätzliche Mittel für deren Bekämpfung bereitgestellt werden sollen. Im städtischen Haushalt sind dafür bisher 50.000 Euro vorgesehen. Diese Mittel müssen auf jeden Fall aufgestockt werden, denn sie reichen bei weitem nicht aus. Das wurde jetzt im Umweltausschuß deutlich.
Umweltdezernent Matthias Peck: "Auch für 2019 ist das Thema noch nicht abgehakt. Beim Zusammenfegen des Herbstlaubs kann der Kontakt zu im Laub vorhandenen Härchen des Eichenprozessionsspinners auf der Haut immer noch Reizungen und Jucken verursachen."