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Maßnahmenpaket gegen Fachkräftemangel in Kitas
© ANTENNE MÜNSTER
Die Ratsmitglieder Helene Goldbeck (Volt), Leon Herbstmann (Grüne), Doris Feldmann (SPD) und Monika Hemesath (Münsterliste) haben stellvertretend für ihre Fraktionen ein erstes Maßnahmenpaket vorgestellt.
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Maßnahmenpaket gegen Fachkräftemangel in Kitas

Viele Familien in Münster bekommen die Auswirkungen des Fachkräftemangels zu spüren. Das Rathaus-Bündnis will das mit einem Maßnahmenpaket ändern.

Veröffentlicht: Montag, 20.03.2023 12:59

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In Münster gibt es zu wenig Kita-Plätze - Grund dafür ist der zunehmende Fachkräftemangel bei der Kinderbetreuung. Da ist sich die Politik in Münster grundlegend einig. Geht es um konkrete Lösungsvorschläge, knirscht es aber merklich - speziell zwischen Rat und Verwaltung. Dies konnte man heute bei der Vorstellung eines ersten Maßnahmenpakets durch die Ratsfraktionen der Grünen, SPD, Volt und der internationalen Fraktion wieder feststellen. Dort waren von mangelnder Empathie gegenüber betroffenen Eltern und Hausaufgaben, die man der Verwaltung mitgebe, die Rede.


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Viel Werbung, wenig Konkretes

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Wer sich vom Antrag konkrete Maßnahmen verspricht, dürfte erstmal enttäuscht werden. Immerhin bestätigen die Fraktionen selbst, dass es sich hier nur um ein erstes Maßnahmenpaket handelt. Als erste Schritte sollen ein Unterausschuss gebildet werden und verschiedene Werbekampagnen laufen. Hierzu sollen Influencer:innen für eine Werbekampagne gewonnen, Interessierten berufliche Perspektiven aufgezeigt und bereits in anderen Bereichen der Jugendhilfe Tätige für eine Stelle in einer Kita begeistert werden. Höhere Löhne werden nur an einer Stelle angesprochen: So sollen pädagogische Fachkräfte auf Ergänzungsstellen besser bezahlt werden. Dies betrifft etwa 40 Personen.

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Kinder von Fachkräften sollen bei der Platzvergabe bevorzugt werden

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Eine schnelle Besserung ist aber nicht in Sicht. Um schnell zu helfen, werden Regelungen für eine Mindestanzahl an pädagogischen Fachkräften in Einrichtungen ausgesetzt. Außerdem sollen Eltern bei der selbstorganisierten Kinderbetreuung unterstützt werden - heißt unter dem Strich: Kita-Plätze für alle wird es so schnell nicht geben. Bevorzugt werden dagegen die Kinder von Fachkräften - diese sollen bei der Platzvergabe Vorrang erhalten, da die Eltern somit definitiv in Kitas eingesetzt werden können.


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Über den Antrag soll bei der kommenden Ratssitzung am Mittwoch (22.03.) abgestimmt werden. Da die Fraktionen, die den Antrag unterstützen, eine Mehrheit haben, ist davon auszugehen, dass der Antrag so beschlossen wird.


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