
Masematte - kein Kulturgut
Münsters Geheimsprache Masematte muss weiter darauf warten, "immaterielles Kulturgut" in Deutschland zu werden.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.04.2022 08:30
Das Land NRW hat eine entsprechende Initiative aus Münster nicht berücksichtigt. Die Autorin Marion Lohoff-Börger (Foto) hatte Ende vergangenen Jahres den Antrag gestellt, Masematte in das Landesinventar zum immateriellen Kulturgut aufzunehmen.
Das Rennen haben dann aber andere Anträge gemacht: neue immaterielle Kulturgüter sind nun der "Belecker Sturmtag", die klassische deutsche Reitlehre, die Vermittlung des astronomischen Weltbilds in Planetarien und der Zirkus, heißt es aus dem Düsseldorfer Kulturministerium.
Lebendiges Sprachdenkmal
Münsters Geheimsprache Masematte soll ein lebendiges Sprachdenkmal werden. Dieses Ziel verfolgt Marion Lohoff-Börger. Die Autorin ist zwar mit ihrem Antrag beim Land gescheitert, Masematte als immaterielles Kulturerbe anerkennen zu lassen, sie will aber künftig Kurse anbieten und auch ein neues Buch über die Geheimsprache schreiben. Ihr Ansinnen ist, dass Masematte wirklich wieder gesprochen und nicht mehr als Spaßsprache angesehen wird. Ob sie den Antrag auf Anerkennung als immaterielles Kulturerbe wiederholt, lässt Marion Lohoff-Börger offen.