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Marodes Hochhaus soll rasch saniert werden
© Stadt Münster/Michael Lyra
Toiletten- und Duschcontainer bleiben vorerst
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Marodes Hochhaus soll rasch saniert werden

Stadt und Hausverwaltung wollen eng zusammenarbeiten. Die Stadtverwaltung hat eine "Task Force" gegründet.

Veröffentlicht: Dienstag, 30.07.2024 04:10

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Mitte Juli hatten die Zustände in dem Hochhaus für Schlagzeilen gesorgt. Die rund 150 Bewohner:innen hatten kein Wasser mehr, im Treppenhaus stapelte sich der Müll, im Keller steht das Wasser einen Meter hoch, der Aufzug steht still, Ratten breiten sich aus und noch einiges mehr. Aber als sich mehrere Mieter:innen bei der Stadt beschwert hatten, kam Bewegung in die Sache. "Am Hochhaus Königsberger Straße 4 geht es voran", heißt es von der Stadt Münster. Die Menschen können deswegen vorerst in ihren Wohnungen bleiben.

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Schritt für Schritt werden Mängel und Schäden beseitigt

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Der Müll aus dem Treppenhaus ist beseitigt, das Wasser aus dem Keller gepumpt und die Hausverwaltung lässt Rasen und Hecke schneiden, damit Schädlingsbekämpfungsmittel ausgelegt werden können. Damit sich rund um das Haus nicht wieder Müll und Abfall stapeln, liefern und verteilen Abfallwirtschaftsbetriebe und kommunaler Ordnungsdienst derzeit Handzettel und Plakate in verschiedenen Sprachen mit Infos zur richtigen Abfalltrennung. Zudem sind täglich auch Mitarbeitende des Sozial- und Gesundheitsamtes vor Ort, dazu kommt ein Wachdienst, um das Haus, die Bewohner.innen sowie die aufgestellten Sanitärcontainer zu schützen. Die vier Container werden vorerst weiter dort stehen bleiben. Das Gebäude soll in Kürze saniert werden, aber das wird einige Zeit dauern, schätzt die Stadt.

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Marodes Hochhaus soll rasch saniert werden
© Stadt Münster / Michael Lyra
Städtische Mitarbeitende bleiben weiter an der Königsberger Straße in Coerde.
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Stadt musste dringend handeln

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Voraussetzung dafür, dass eine Behörde auf einem privaten Grundstück eingreifen kann, ist - laut Stadt - "entweder die Meldung über eklatante Wohnraummängel oder aber eine gravierende Beeinträchtigung von Gesundheit oder Umwelt". Mitte Juli hatten sich verschiedene Mieter:innen Hilfesuchend an die Stadt gewandt. Das Technische Hilfswerk hat daraufhin am 19. Juli den Keller ausgepumpt, dort stand das Wasser rund einen Meter hoch.

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Stadtverwaltung gründet "Task Force"

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Zu der "Task Force" gehören Vertretungen des Amtes für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, des Ordnungsamts, des Gesundheitsamts, des Sozialamts, der Abfallwirtschaftsbetriebe, der Feuerwehr und des Bauordnungsamts, sagt Stadtrat Arno Minas, bei dem als Immobilien-Dezernent die Fäden des Krisenmanagements zusammenlaufen. Auch er gibt zu: "Der Zustand des Hauses sowie anderer Gebäude in dessen Nachbarschaft ist in der Tat kritikwürdig, ein Eingreifen der Stadt aber an verschiedene rechtliche Vorgaben gebunden".

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