
luca-App ab sofort in Münster nutzbar
Zettelwirtschaft ade! Mit der App sollen Infektionsketten digital und somit einfacher zurückverfolgt werden können.
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.03.2021 12:12
In Münster soll ab sofort auch die App "luca" helfen, Infektionsketten schnell nachzuverfolgen. Das System unterstützt den Kontaktdatenaustausch zwischen den Gesundheitsämtern und Gastronom:innen oder Geschäftsleuten sowie in Zukunft auch Veranstalter:innen. "Überall wo Menschen zusammenkommen, kann die App die ‚Zettelwirtschaft‘, wie wir sie aus den vergangenen Monaten in Geschäften und Gastronomie kennen, ersetzen. Das ist praktisch und geht schneller", freut sich Oberbürgermeister Markus Lewe über diesen Fortschritt im Corona-Alltag.
"Die verschlüsselt übermittelten Daten können nur von Gesundheitsämtern wieder entschlüsselt werden", verweist der Leiter des Gesundheitsamtes Norbert Schulze Kalthoff auf die sicheren Datenwege der App. Die Daten gelangen in digitaler Form zum Gesundheitsamt, wo sie ohne "Medienbruch" unmittelbar weiterverarbeitet werden. So werde die Kontaktrückverfolgung beschleunigt. In der so genannten Historie der App, eine Art Kontakttagebuch, werden bei Nutzung der App automatisch Besuche in Geschäften oder Museen wie auch private Treffen gespeichert. Bei einer Infektion mit Corona kann die Liste der Zusammenkünfte dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt werden. Das Gesundheitsamt entschlüsselt diese Daten und informiert die Veranstaltungsorte, die besucht wurden.
Die luca-App ist dabei allerdings nicht als Ersatz, viel mehr als Ergänzung, zur Corona-Warn-App der Bundesregierung zu sehen. Außerdem lässt sie viele Fragen offen, unter anderem weil der Quellcode der App nicht transparent einsehbar ist.