
Land fördert Hubs der digitalen Wirtschaft
Digitale Innovationszentren sollen in Nordrhein-Westfalen verstärkt angehende Unternehmen unterstützen. Dafür hat die Landesregierung rund zehn Millionen Euro bis 2022 bewilligt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.07.2019 07:20
Davon fließen 2,2 Millionen Euro nach Münster. Mit dem Geld soll das regionale Netzwerk Digital Hub münsterLAND gefördert werden. Das hat NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart in Düsseldorf mitgeteilt.
Die Hubs der digitalen Wirtschaft unterstützen junge Start-ups. Die Landesregierung fördert jetzt einige dieser regionalen Plattformen, u.a. auch in Münster. Bis zum Jahr 2022 bekommt der Digital münsterLAND 2,2 Millionen Euro. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat die Bescheide für die zweite Förderphase jetzt überreicht. In den nächsten drei Jahren soll das Ökosystem für digitale Start-ups durch neue Veranstaltungsformate, eine stärkere Zusammenarbeit mit den Hochschulen und vertiefte Kooperationsprojekte mit externen Gründungsangeboten weiter verbessert werden.
„Unsere DWNRW-Hubs haben einen tollen Start hingelegt und sind von vereinzelten, lokalen Unterstützungsangeboten für digitale Start-ups zu einem vernetzten Ökosystem herangewachsen. Nun gilt es, dieses in den kommenden Jahren weiter auszubauen und die landesweite Vernetzung des Start-up-Ökosystems in Nordrhein-Westfalen voranzutreiben. Mit vielen neuen Angeboten und den unterschiedlichen Schwerpunkten der Hubs wollen wir insbesondere Unternehmen ansprechen, die bisher noch nicht von der Arbeit digitaler Start-ups profitiert haben,“ so Pinkwart.
377 Start-up-Teams bereits gefördert
Mit der Initiative „Digitale Wirtschaft NRW“ hat Nordrhein-Westfalen als Digitalstandort in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen: Insgesamt förderten die Digital-Hubs 377 Start-up-Teams mit eigenen Programmen, führten 487 Veranstaltungen durch und erreichten so mehr als 31.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Fünf der sechs seit 2016 geförderten Digital-Hubs erstellten ein Konzept für die zweite Förderperiode, das die Erfahrungen der bisherigen Arbeit aufgreift und Ergebnisse und Handlungsempfehlungen einer internen Evaluation berücksichtigt. Der Digital-Hub Cologne hatte keinen erneuten Antrag eingereicht. Er wird nun eigenständig finanziert und arbeitet weiterhin eng mit den DWNRW-Hubs zusammen.
Die DWNRW-Hubs werden zu 50 Prozent mit Landesmitteln gefördert und zu 50 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert. Die Ko-Finanzierung erfolgt durch verschiedene Partner, wie zum Beispiel Hochschulen, Verbände, Wirtschaftsförderungen, Kammern und Unternehmen.