Anzeige
Kritik am Oster-Lockdown
© ANTENNE MÜNSTER
Archivbild
Teilen: mail

Kritik am Oster-Lockdown

Der Oster-Lockdown stößt auf viel Kritik. Führende Vertreter aus Industrie und Gastgewerbe in Münster sind mit den Bund-Länder-Beschlüssen nicht einverstanden. Auch Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer äußert Bedenken.

Veröffentlicht: Mittwoch, 24.03.2021 06:45

Anzeige

Bund und Länder hatten sich in der Nacht geeinigt, den Corona-Lockdown bis zum 18. April zu verlängert und über Ostern für fünf Tage auch zu verschärfen. Weil der Einzelhandel am Gründonnerstag schließen soll, müssen sich Kunden am Mittwoch (31.03.) und Samstag (03.04.) vor Ostern darauf einstellen, dass es in Supermärkten und Discountern richtig voll wird. Von mehreren Seiten kommt nun deutliche Kritik.

Anzeige

Auch Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer äußert im ANTENNE MÜNSTER-Interview am Mittwochmorgen Kritik an den Beschlüssen. Es fehle eine klare Perspektive, so Heuer. Außerdem müsse der Fokus weiter auf das Impfen und Testen gelegt werden.

Das Problem ist, der Weg aus der Krise wird nicht so richtig deutlich. Weihnachten wurde gesagt, Weihnachten bleiben wir zuhause, damit wir Ostern mit der Familie und darüber hinaus feiern können. Jetzt haben wir Ostern, dann wird gesagt, jetzt machen wir Ostern wieder dicht, und mal gucken was danach kommt. Es fehlt an der klaren Perspektive, wie es weitergehen soll.

Das Interview mit Krisenstabsleiter Heuer könnt ihr hier anhören:

Anzeige
Wolfgang Heuer / Christoph HausdorfLockdown in Münster
Anzeige

Kritik auch von IHK und DeHoGa

Anzeige

Deutliche Kritik kommt auch von der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen IHK in Münster. Hauptgeschäftsführer Fritz Jaeckel bezeichnet die neuen Beschlüsse als "heftigen Rückschlag". Jetzt helfe nur, nach vorne zu schauen. Große Hoffnung setzt auch Jaeckel ins Testen und Impfen, um die Lage in den Griff zu bekommen. Auch mit neuen smartphone Apps zur Kontaktnachverfolgung habe man in der Region sehr gute Erfahrungen gemacht, erklärt der Hauptgeschäftsführer. Damit ließen sich Öffnungsschritte nach dem neuen Lockdown auf eine bessere Basis stellen.

Anzeige
Kritik am Oster-Lockdown
© IHK Nord Westfalen
Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen
Anzeige

Weil die Inzidenz in NRW seit Tagen über 100 liegt, zieht das Land ab kommenden Montag (29.03.) die Corona-Notbremse. Ministerpräsident Armin Laschet hat angekündigt, dass ab dann alle Museen, Sportanlagen und Geschäfte wieder schließen müssen. Ab Montag heißt es auch in Münster wieder Einkaufen nur noch per "Click and Collect". Frust herrscht auch im Hotel- und Gaststättengewerbe: Nicht nur das Ostergeschäft fällt ins Wasser. Die Branche vermisst eine Perspektive. Renate Dölling, Geschäftsführerin vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband DeHoGa hier in Münster ist im ANTENNE MÜNSTER-Interview fassungslos. Sie erwartet von der Politik, dass die finanziellen Ausfälle der Branche ersetzt werden:

Anzeige
Renate Dölling (DeHoGa)Zur Lage der Gastronomie und Hotels
Anzeige
Anzeige
Anzeige