
Kreisverkehr in Münster bleibt wohl erhalten
Der Rat der Stadt Münster hatte im Frühjahr 2026 den Umbau des Kreisels in Gievenbeck zu einer Ampelkreuzung beschlossen - das wird er wohl zurücknehmen.
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Der geplante Umbau des Kreisverkehrs an der Von-Esmarch-Straße zu einer Kreuzung mit Ampel steht offenbar vor dem Aus. In den vergangenen Wochen ist der Widerstand gegen das Vorhaben deutlich gewachsen. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam das Bürgerbegehren "Kreisel statt Ampel". Die Initiative hat bereits 14.000 Unterschriften gegen den Ratsbeschluss vom 20. Mai übergeben. Damit wurde die notwendige Mindestzahl deutlich überschritten. Viele Menschen im Westen der Stadt lehnen die geplante Ampellösung offenbar ab.
CDU läutet die politische Wende ein
Ein wichtiger Wendepunkt war ein Statement der CDU am Montagabend (21.09.). Darin stellte die Partei die bisher unterstützte Ampellösung öffentlich in Frage. Die CDU erklärte, dass die Entscheidung in der betroffenen Bevölkerung kaum Zustimmung finde. Deshalb halte sie eine politische Neupositionierung für vernünftig. Das ist besonders bedeutend, weil der Ratsbeschluss ursprünglich mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP beschlossen worden war. Auch die Stimme des Oberbürgermeisters war dafür ausschlaggebend.
Grüne und Volt hatten sich bei der Abstimmung enthalten. Inhaltlich lehnen beide Parteien die Ampellösung jedoch ab. Auch die Grünen haben jetzt noch einmal bekräftigt, dass sich ihre Haltung nicht geändert hat. Sie sehen sich durch die breite Kritik aus der Bevölkerung bestätigt. Die Linke erinnert ebenfalls daran, dass sie die Ampel von Anfang an abgelehnt hat. Die SPD zeigt sich derzeit noch vorsichtiger und berät intern über das weitere Vorgehen.
Und jetzt?
Nun stellt sich die Frage, wie der Bereich trotzdem sicherer gemacht werden kann. Ursprünglich war die Ampellösung vorgeschlagen worden, um die Zahl der Unfälle zu senken. Jetzt wird darüber gesprochen, den Kreisverkehr beizubehalten und ihn an anderer Stelle zu verbessern. Im Gespräch sind zum Beispiel sichere Querungen und geringere Geschwindigkeiten an den Ein- und Ausfahrten. Damit könnte eine neue Lösung entstehen, die sowohl mehr Sicherheit als auch mehr Zustimmung in der Bevölkerung bringt.