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Krankletterer ärgert Baufirma, Kita & Café
© ANTENNE MÜNSTER
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Krankletterer ärgert Baufirma, Kita & Café

Am Montag sitzt der "Müllsammler von Kinderhaus" schon drei Wochen lang auf dem Baukran an der Ecke Hammer Straße/Hermannstraße. Und er stört immer mehr.

Veröffentlicht: Samstag, 13.08.2022 05:45

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Am 25. Juli ist der "Müllsammler von Kinderhaus" abends auf den Kran an der Hammer Straße geklettert. Viele von uns treibt die Frage um, "Warum unternimmt denn da keiner mal was?" - Die Antwort ist einfach: Weil es zu gefährlich ist. Außerdem stimmt es so ja auch nicht. Die Stadt hat einen Sicherheitsdienst beauftragt, den Kran rund um die Uhr im Auge zu behalten. Mitarbeiter:innen der Stadt versuchen immer mal wieder, mit dem Mann ein Gespräch anzufangen. Er verweigert sich dem aber. Was der 58-Jährige mit seiner waghalsigen Aktion wirklich bezwecken will - möglicherweise weiß er es selbst nicht.

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Baufirma, Kita und Eis-Café zusehends betroffen

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Aushalten würde er es wahrscheinlich noch Wochen. Zwischendurch klettert er jedenfalls immer mal wieder kurz vom Kran runter, vermutlich hat er die Möglichkeit, sich dann mit Essen und Trinken zu versorgen. Sobald sich aber der Sicherheitsdienst nähert, klettert er jedes Mal zügig wieder rauf. Dass er damit eine Baustelle wochenlang lahmlegt, stört ihn offenbar nicht, genau so wenig, dass die Kinder der benachbarten Kita bei strahlendem Sonnenschein gezwungen sind, sicherheitshalber dauerhaft drinnen zu bleiben. Sie haben jetzt sogar auch ihr eigentlich am Wochenende geplantes Sommerfest absagen müssen. Das Eiscafé an der Ecke beklagt Einnahmeverluste von tausenden Euro. Auf den Mann kommen also sicherlich hohe Schadenersatzforderungen zu. Wie man aber hört, ist er ja erstens reich genug und zweitens juristisch ziemlich versiert, so dass ihn das alles nicht juckt.

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Sind Polizei und Justiz wirklich machtlos?

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Der "Müllsammler" weiß genau, wie weit er gehen kann. Bei dem, was er jetzt gerade da tut, handelt es sich um Störung des öffentlichen Friedens. Das ist ein Grund für eine Strafanzeige, jedoch kein hinreichender Grund, ihn länger in Gewahrsam zu nehmen. Der Staatsanwalt schickt ihn auch nicht ins Gefängnis, weil er sich "nur" der Beleidigung und des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht hat. Das reicht nicht für einen Haftbefehl aus. Es ist auch keine Fluchtgefahr festgestellt worden. Aktuell ist es lediglich so, dass der Mann mit einer Haftstrafe rechnen muss, wenn er wieder Müll auf seinem Grundstück in Kinderhaus anhäuft. Sollte der 58-Jährige irgendwann mal vom Kran runter klettern, wird er nicht festgenommen. Das hat die Polizei klar gestellt. Der Mann wird sich aber wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten müssen. Und es kommen hohe Schadenersatzforderungen auf ihn zu.

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