Krankheitswelle in Münster
Grippe, Scharlach, Corona: Momentan liegen viele Menschen aus Münster flach. Und die Lieferengpässe bei Medikamenten sind noch nicht beseitigt.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.02.2023 05:30
Wir haben mehr Atemwegserkrankungen als in den letzten Jahren, sagt Dr. Henrik Oen, Hausarzt in Münster und Sprecher der kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Eine Ursache für die Ansteckungen sieht Oen u.a. in den Karnevalsgroßveranstaltungen. "Nach langer coronabedingter Pause wollten die Leute jetzt wieder feiern und haben sich dann eben angesteckt und die Viren auch weiterverbreitet" meint Oen im ANTENNE MÜNSTER-Interview.
Er geht aber davon aus, dass die Krankheitslage in einigen Wochen wieder abklingt. Weniger schnell wird es mit den Problemen bei der Medikamentenversorgung gehen. Hier stellt sich Oen weiter auf Lieferengpässe und Knappheit in den Apotheken ein.
Medikamente fehlen in Münsters Apotheken
Die Apotheken haben schon längst nicht mehr alle Medikamente auf Lager, heißt es von der Apothekerkammer in Münster. "Die Versorgung läuft zur Zeit "von der Hand in den Mund"", sagt Sebastian Sokolowski, der Sprecher der Apothekerkammer. Rund 1.000 unterschiedliche Arzneimittel sind aktuell überhaupt nicht lieferbar. Vor allem bei der aktuellen Scharlachwelle sind die Probleme riesengroß, sagt Sokolowski im ANTENNE MÜNSTER-Interview.
Antibiotika für Kinder kann man zur Zeit gar nicht mehr bestellen. Es bleibt nur der Weg, viele Apotheken abzutelefonieren und auf Restbestände zu hoffen. Ein wenig Hoffnung gibt es zur Zeit nur bei den Fiebersäften. Während Fiebersäfte vor zwei Monaten überhaupt nicht lieferbar waren, kann man sie jetzt ab und zu wieder bekommen.



