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Konzept zur Exit-Strategie in NRW vorgelegt
© Land NRW / Mark Hermenau
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat eine Expertengruppe beauftragt, einen Plan für eine Exit-Strategie zu entwickeln
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Konzept zur Exit-Strategie in NRW vorgelegt

Ein Expertenteam aus Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Bereichen hat nach übereinstimmenden Medienberichten ein Dokument präsentiert, in dem Maßnahmen und Vorschläge zu Lockerungen der aktuellen Einschränkungen dargestellt werden.

Veröffentlicht: Sonntag, 12.04.2020 10:25

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Am 19. April endet der Maßnahmenkatalog in Deutschland mit den Kontaktbeschränkungen und weiteren Regelungen und Verboten. Wie es weitergeht, das möchten die Minister zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Woche nach Ostern entscheiden. Forderungen und Vorschläge werden immer häufiger geäußert, noch aber ist nicht sicher, wie die Regierung entscheiden wird.

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Einen Beitrag zu der Debatte liefert nun auch NRW-Ministerpräsdient mit dem Konzept einer von ihm eingesetzten Expertengruppe. Darin heißt es, über Lockerungen könne erst nachgedacht werden, wenn klar sei, dass das Gesundheitssystem "absehbar nicht überfordert ist“ und Voraussetzungen für ein besseres "Monitoring" der Krise geschaffen seien, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet. Dann aber könne die Rückkehr zur Normalität "schrittweise forciert werden“.

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Das Expertenteam - bestehend unter anderem aus dem Virologen Hendrik Streeck und dem ehemaligen "Wirtschaftsweisen"-Vorsitzenden Christoph Schmidt. Laschet nannte die Vorschläge "transparent" und "nachvollziehbar".

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Das schlagen die Experten vor

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  • Einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens nach und nach wieder zulassen. Dazu gehören Schulen, Universitäten und der EInzelhandel. Es soll zeitversetzten Unterricht geben. In Kitas und im „Präsenzunterricht“ sollen zuerst vor allem Lehrkräfte arbeiten, die nicht zu Risikogruppen gehören.
  • Für die Wirtschaft stellen die Experten eine Reihenfolge auf. Läden sollen früher öffnen als Diskotheken, in Restaurants sollen Tische weit auseinander stehen, und nur wenige Gäste zugelassen werden. Großveranstaltungen wie Fußballspiele, Messen und Kongresse müssten dagegen noch länger verboten bleiben.
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Warnung vor "verfrühtem Opitimismus"

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Die Experten warnten laut „Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung“ allerdings auch vor verfrühtem Optimismus. "Es wird Rückschritte geben“, schreiben sie. "Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederholt mit einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen konfrontiert werden. Es kann neue kleinere und vielleicht auch größere Infektionswellen geben.“ Dann könne es nötig werden "dass wir Schritte wieder zurückgehen“. (mit dpa)

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Digitale Gottesdienste für die Gemeinden

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Es ist das erste Mal, dass ein Osterfest nicht wie üblich mit großen Gottesdiensten in den katholischen und evangelischen Gemeinden abgehalten werden kann. Deshalb setzen viele Gemeinden auf digitale Gottesdienste, bei dem alle teilhaben können, die eigentlich vor hatten, eine Kirche zu besuchen. So zum Beispiel das Bistum Essen, das den Gottesdienst am Morgen des Ostersonntag hier live gestreamt hat.

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Neue Fallzahlen zum Ostersonntag

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Auch am Ostersonntag hat das Gesundheitsministerium in NRW neue Fallzahlen zu Covid-19 veröffentlicht. Demnach sind (Stand 12. April 11:30 Uhr) 26.333 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (682 mehr als am Vortag, 569 Personen am oder wegen des Virus verstorben (35 mehr als am Vortag) und 12.832 Menschen wieder genesen (656 mehr als am Vortag). Wie üblich weisen die Zahlen an Wochenenden immer wieder große Schwankungen vor. Das liegt daran, dass nicht alle Kommunen und Gemeinden mit neuen Zahlen versorgt werden, die ans Land weitergeleitet werden.

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