
Kontroverse Diskussion um Münster als "sicherer Hafen"
Die Aktion "Seebrücke Münster" plant ein Bürgerbegehren. Die Aktivisten wollen erreichen, dass auch Münster zu einem "sicheren Hafen" für Mittelmeerflüchtlinge erklärt wird.
Die Pläne stoßen in der Stadt auf Verwunderung und Ablehnung. Das zeigt unter anderem ein Brief an Oberbürgermeister Markus Lewe.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.08.2019 05:00
Die CDU, die Grünen, die christlichen Kirchen und die Initiative "Stadt der Zuflucht" weisen in dem offenen Brief darauf hin, dass die Stadt sich schon seit mehr als einem Jahr mehrfach dazu bereit erklärt habe, zusätzliche Mittelmeerflüchtlinge sofort aufzunehmen. Dafür sehen die Unterzeichner eine breite Unterstützung in der Stadt. Auch deswegen hatte der Rat der Stadt es abgelehnt, ein "sicherer Hafen" zu werden.
Etwa 90 anderen Städte und Kommunen in Deutschland hatten sich bereits zu "sicheren Häfen" erklärt. Jetzt will auch die Aktion "Seebrücke Münster" diese Erklärung für die Stadt Münster erreichen. Es wäre das erste Bürgerbegehren in Deutschland, dass mit der Seebrücken-Bewegung zusammenhängt. Die "Seebrücke Münster" startet das Bürgerbegehren am Mittwoch, dem 28. August 2019.