
Kontrollen gegen Messergewalt
In Münster und anderen Städten NRWs hat die Polizei am Samstag zahlreiche Kontrollen gegen das Mitführen von Messern durchgeführt.
Veröffentlicht: Sonntag, 11.06.2023 14:46
Ab Samstagmittag waren die Einsatzkräfte der Polizei rund um den Bahnhof aktiv. Das Ziel: Personen auf das mögliche Mitführen von Messern oder anderen gefährlichen Gegenständen zu kontrollieren. Gegen 15:30 Uhr wurden sie in der Windhorststraße das erste Mal fündig. Ein 43-Jähriger trug nicht nur vier Messer, sondern auch Drogen bei sich. Er wurde vorläufig festgenommen. Am Abend fanden die Beamten bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Friedrich-Ebert-Straße erneut ein Messer. Insgesamt kontrollierte die Polizei 34 Personen - gegen mehr als ein Drittel erhoben sie Strafanzeige.
Polizeipräsidentin mahnt: "Lassen Sie Ihre Messer zu Hause!"
Münsters Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf begleitete den Einsatz am Samstag. Sie betonte, dass jeder, der ein Messer bei sich trüge, dies im Zweifel auch einsetzen würde. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul betonte den Handlungsbedarf in dieser Thematik, nachdem er im vergangenen Monat noch behauptete, die Zahl der Messerangriffe sei geringer denn je. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser befürwortete die Aktionen der Polizei. Sie will gar ein generelles Messerverbot im ÖPNV durchsetzen.
Kontrollen auch in anderen NRW-Städten
Die Kontrollen in Münster reihen sich in eine landesweite Aktion der Polizei ein. So war die Polizei unter anderem mit hunderten Einsatzkräften in den Waffenverbotszonen in Köln und Düsseldorf unterwegs. Am Samstag wurden in ganz NRW fast 5.000 Personen kontrolliert - es waren über 1.000 Beamte im Einsatz. Dabei konnte die Polizei knapp 50 Messer sicherstellen und nahm 15 Personen vorläufig fest.