
Kontaktverbot statt Ausgangssperre
Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in NRW und in ganz Deutschland ein Kontaktverbot für mehr als zwei Personen. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.2020 08:41
Ausnahmen gelten für Familien, Menschen im gemeinsamen Haushalt, für das Arbeitsleben, den Nahverkehr, für individuellen Sport an der frischen Luft und Beerdigungen, erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in einem Statement vor der Presse.
"Wir müssen nicht Vernünftige bewachen", sagte Laschet, "sondern Unvernünftige bestrafen". Polizei und Ordnungsdienste sollen das Kontaktverbot kontrollieren und bei Verstößen mit hohen Bußgeldern bis zu 25.000 Euro verfolgen. Die Mindeststrafe wurde auf 200 Euro festgesetzt.
Zudem werden ab morgen auch alle nicht notwendigen Dienstleistungen wie Friseurläden, Massage-Salons oder Tattoo-Studios geschlossen. Die Rechtsverordnung des Landes wird Laschet zufolge noch heute angeordnet und gilt bis zum 19. April 2020. "Wir haben im Kampf gegen das Virus keine Zeit zu verlieren", so Laschet in seinem Statement.
