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Kirche der Zukunft? Bistum Münster sammelt Ideen
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Kirche der Zukunft? Bistum Münster sammelt Ideen

Das Bistum Münster beteiligt sich an dem weltweiten synodalen Weg. Bischof Felix Genn hat am Sonntag im St.-Paulus-Dom diesen vom Papst ausgerufenen Weg für das Bistum Münster eröffnet.

Veröffentlicht: Montag, 18.10.2021 06:39

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Wie sieht die Zukunft der Kirche aus? Um diese Frage geht es bis Ende des Jahres hier bei uns im Bistum Münster. Dabei geht es darum, dass alle Menschen ihre Ideen und Vorstellungen miteinbringen. Papst Franziskus bezeichnet den Synodalen Weg als eine Reise des Zuhörens. Ihm kommt es darauf an, einander zu begegnen, zuzuhören und so zu einer Entscheidung zu kommen. Das Bistum Münster nimmt Ideen und Vorschläge über ihre Internetseite entgegen.


Bischof Genn räumte in seiner Predigt ein, dass schon das Wort „Synodalität“ für die Menschen nicht leicht verständlich sei. Um es zu verstehen, müsse zunächst klar sein, dass Gott selbst in der Kraft des Heiligen Geistes der „Projektmanager“ des Synodalen Wegs sei. Beim Synodalen Weg gehe es nicht darum, die eigenen Vorstellungen zu verwirklichen, sondern zu spüren, was Gott selbst der Kirche heute sage.


Auf der Internetseite hat nun jede und jeder die Möglichkeit, sich mit der eigenen Perspektive zu zehn Themenfeldern einzubringen. Unter anderem geht es dabei, um die folgenden Fragen: Wer gehört dazu, wenn von „unsere Kirche“ gesprochen wird? Wie wird den Laien, besonders Jugendlichen und Frauen, in der Kirche zugehört? Wie wird die aktive Teilnahme aller Gläubigen an der Liturgie gefördert? Wie wird jeder Getaufte dazu aufgerufen, an der Sendung der Kirche teilzunehmen? Wie wird in der Kirche mit Konflikten umgegangen? Wie wird im Bistum Autorität ausgeübt? Wie werden Entscheidungen getroffen?


Die Rückmeldungen, die es zu den zehn Themenfeldern gibt, werden im Bistum Münster von einer Arbeitsgruppe gesammelt und – so lautet die Vorgabe – auf maximal zehn Seiten zusammengefasst. Der Arbeitsgruppe gehören an: Susanne Deusch (Diözesanrat), Helmut Flötotto (Diözesancaritasverband), Stephanie Krahnenfeld (Kanzlei), Schwester Anne Kurz (Ordensrat), Mechtild Pille (Frauenkommission), Prof. Dr. Thomas Söding (Ruhr-Universität Bochum) und Kerstin Stegemann (Diözesankomitee). Bereits auf der Sitzung des Diözesanrates am 12. November wird auf Grundlage der bisher eingegangenen Rückmeldungen der Entwurf einer Zusammenfassung präsentiert und zur Diskussion gestellt werden. Von daher lädt das Bistum dazu ein, die Fragen gerne zeitnah zu beantworten.


Die Arbeitsgruppe wird ihre endgültige Zusammenfassung dann im Frühjahr 2022 an die Deutsche Bischofskonferenz übermitteln und zudem auf der Internetseite des Bistums veröffentlichen. Die Bischofskonferenz ihrerseits wird die Rückmeldungen aus allen deutschen Bistümern zusammenfassen und an die Bischofssynode nach Rom weitergeben. Dort wird auf Grundlage der aus der gesamten Welt eingehenden Rückmeldungen ein sogenanntes Arbeitsdokument erstellt werden. Dieses dient als Vorlage für die Generalversammlung der Bischofssynode, die zum Abschluss des weltweiten synodalen Wegs im Oktober 2023 in Rom stattfinden wird.

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