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Kinderärzt:innen schlagen Alarm
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Kinderärzt:innen schlagen Alarm

Münsters Kinderärzt:innen sind besorgt. Sie warnen vor einer Überlastung der Praxen und der drei Kinderkliniken in der Stadt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 01.12.2022 12:30

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Weil sich zur Zeit immer mehr Kinder mit dem RS-Virus anstecken, gibt es in den Kliniken nur noch wenige freie Behandlungsplätze. Manche Operationen müssen schon aufgeschoben werden. Auch die Kinderarztpraxen sind überfüllt. Es fehlt außerdem an Personal und an Medikamenten. Dazu kommt noch die im Winter die übliche Grippewelle. Eltern sollten deshalb ihre Kinder jetzt noch gegen Grippe impfen lassen.

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Lange Wartezeiten in den Praxen und in den Notfallambulanzen führen zudem nicht selten zu gereizter Stimmung und Beschwerden der Eltern. Die Ärzt:innen und Kinderkliniken arbeiten am Limit. Eltern sollten deshalb genau abwägen, wann sie mit ihrem Kind zum Arzt gehen. Bei kleineren Problemen wie Schnupfen oder Husten sollten nicht sofort die Notfallstationen aufgesucht werden. 

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Kinderärzt:innen schlagen Alarm
© UKM/Wibberg
Diskutierten heute zur aktuell angespannten Lage in Kinderarztpraxen und -kliniken (v.l.n.r.): Dr. Georg Hülskamp (Clemenshospital Münster), Dr. Nike Strobelt (Kinder- und Jugendärztenetz Münster e.V.), Prof. Heymut Omran (UKM) und Dr. Michael Böswald (St. Franziskus-Hospital Münster). (Nicht im Bild Prof. Jörg Dötsch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.).
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Auch Dr. Hendrik Oen, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe in Münster, schätzt die Situation als kritisch ein: "Die kinderärztliche Versorgung ist am Limit". Die Gründe dafür sieht er vor allem im Personalmangel. Sowohl Ärzt:innen als auch ärztliches Assistenzpersonal fehlen. Es müssten Wege gefunden werden, dass Ärzt:innen und auch Pflegepersonal in der medizinischen Versorgung bleiben. Für ihn kommt die aktuelle Notlage auch nicht plötzlich, sondern sie habe sich über Jahre angebahnt. Dennoch hat Oen Vertrauen in die kinderärztliche Versorgung. "Wir haben im Moment genug Betten und werden die auch weiterhin haben", berichtet er im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Gleichzeitig betont er, dass die flächendeckende Versorgung immer wichtiger werde. Sollte ein Kind aus Münster in keinem Münsterischen Krankenhaus einen Platz finden, sei es laut Oen weiterhin gewährleistet, dass es in einer Klinik in einer anderen Stadt unterkommt und behandelt wird.

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Dr. Hendrik Oen
Personal fehlt, Versorgung ist aber gesichert
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