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Kegelbrüder: Beschuldigte wollen sich äußern
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Kegelbrüder: Beschuldigte wollen sich äußern

Seit mehr als einer Woche sitzen 13 Kegelbrüder aus Albachten auf Mallorca in Untersuchungshaft. In dieser Woche könnte es nun eine Entscheidung geben, wie es mit ihnen weitergeht.

Veröffentlicht: Montag, 30.05.2022 04:48

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Ein Anwalt der Münsteraner, Raban Funk, erklärte gegenüber dem Sender RTL, er rechne in dieser Woche mit einer Entscheidung, wie es mit den festgenommenen Urlaubern weitergeht. Es habe dazu bereits erste Gespräche mit der zuständigen Staatsanwältin gegeben. Offenbar wollen sich auch mehrere der Beschuldigten zu den Vorwürfen äußern, so der Rechtsanwalt.

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Erstmals Besuch in der U-Haft

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Wie die "Mallorca Zeitung" am Sonntag berichtete, konnten zumindest einige der 13 Inhaftierten erstmals wieder von Angesicht zu Angesicht mit ihren Familienangehörigen sprechen. Am Sonntagmittag erhielten sie Besuch von drei Männern, offenbar zwei Vätern und einem Anwalt. "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns derzeit nicht äußern möchten, solange der Fall noch läuft", sagte einer der Väter zu den Journalisten, die in der Mittagssonne gewartet hatten.

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Anwalt: Männer sind unschuldig

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In mehreren Medienberichten äußert sich der Strafverteidiger Raban Funk zu dem Fall der 13 Kegelbrüder. Funk hält die Männer für unschuldig. Ihm liege Videomaterial vor, dass beweise: Die Mitglieder des Kegelclubs "Stramm am Tisch" haben den Brand in der Ballermann-Kneipe "Why Not" nicht verursacht.

Laut RTL hält es der Anwalt für sehr unwahrscheinlich, dass seine Mandanten brennende Zigarettenkippen auf das Dach der Kneipe geschnipst haben könnten. Seiner Darstellung nach sollen die Balkone der Hotelzimmer der Männer etwa 15 bis 18 Meter entfernt von dem Schilfdach gewesen sein, das Feuer fing. Er behauptet, von dem Standort aus, sei es ausgeschlossen, dass eine Kippe dorthin hätte fliegen können.

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Ermittler auf der falschen Fährte?

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Dem Anwalt liege außerdem ein Video vor, das aus einem Gebäude gegenüber aufgenommen worden sei. Darauf seien zwei Männer auf einem Balkon zu sehen, die etwas auf das Dach der Kneipe gießen, die wenig später lichterloh in Flammen stand. Keiner der beiden sei einer der 13 Beschuldigten, so der Anwalt.

Die Kegelbrüder seien auf fünf Dreibettzimmer im Hotel "Whala!Beach" verteilt gewesen. Als der Brand ausgebrochen sei, hätten sich die Männer gerade fertig gemacht, um in den Bierkönig zu gehen. Sie seien nacheinander Duschen gewesen und darum nicht alle gleichzeitig auf den Balkonen.

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Auch Angehörige wollen Unschuld beweisen

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Wie berichtet, waren auch die Väter von zwei Beschuldigten zusammen mit einem Anwalt nach Mallorca gereist, um hier die Freilassung der Männer zu erwirken. Anhand von Fotos, Videos und Whatsapp-Chatverläufen wollen sie die Unschuld der Inhaftierten beweisen.

Die Polizei wirft den Münsteranern bislang vor, bei einer Balkon-Party Zigarettenkippen auf das Dach des benachbarten Lokals geworfen zu haben. Zu der Kegeltruppe gehören nach Angaben der Stadt Münster auch sechs Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr.

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