
Kegelbrüder
Knapp ein Jahr nach den Ereignissen auf Mallorca beteuern die "Kegelbrüder" von Albachten ihre Unschuld.
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.05.2023 10:12
Am 20. Mai 2022 sollen die Kegelbrüder aus Albachten dafür verantwortlich gewesen sein, dass eine Bar kurz vor der Eröffnung in Flammen aufging. Die Männer waren für mehrere Wochen im Gefängnis, ehe sie dann wieder nach Deutschland zurückkehren konnten. Ihre Anwälte haben in ihrem Namen nun eine Erklärung abgegeben. Darin kündigen sie an, weiter mitzuhelfen, den Fall aufzuklären. Dafür würden sie eng mit den spanischen Behörden zusammenabreiten. Sie beteuern ihre Unschuld und verweisen darauf, dass viele Dinge noch nicht geklärt sind.
Das Strafverfahren in Spanien läuft noch
"Wir haben ein hohes Interesse an der Aufklärung des Falles", heißt es in der Stellungnahme. Die Männer unterstreichen darin, dass sie nach wie vor Vertrauen in die spanische Justiz hätten. Sie würden optimistisch bleiben sowie auf einen guten Ausgang nach vollständiger Würdigung aller relevanten entlastenden Gesichtspunkte hoffen.
Weiterhin enge Kooperation mit spanischen Behörden
"Niemand aus der Gruppe hat den Brandort fluchtartig verlassen", steht in der Stellungnahme, und weiter: "Im Gegenteil: Einzelne Mitglieder unserer Gruppe haben andere Hotelgäste gewarnt und die Einsatzkräfte bei der Verkehrsleitung unterstützt". Nach der Kontrolle des Brandes sei die Gruppe unaufgefordert zum Hotel zurückgekehrt und hätte vor Ort alle Fragen umfangreich beantwortet. Seitdem versuchen die Anwälte mit ihren Anträgen, aktiv zur Klärung des Vorfalls beizutragen.
Noch viel Aufklärungsbedarf
In der Stellungnahme verweisen die Anwälte auf bisherige Erkenntnisse, aber auch auf offene Fragen: so wurde berichtet, "dass sich auf der Außenterrasse des dritten Stockwerks des Hotels whala!beach vor der Brandentstehung zwei männliche Personen befanden, von denen eine geraucht hat". Die Anwälte hatten beantragt, diesen auf dem entsprechenden Foto erkennbaren Zeugen anzuhören. Es sei aber nicht abzusehen, wann und ob Zeugen wie er befragt werden. Daneben gebe es noch eine Vielzahl anderer Anträge. Die Anwälte hoffen sehr, dass sich dieser Punkt und weitere aus ihrer Sicht noch offene Fragen bereits im Ermittlungsverfahren klären lassen.
Ende des Verfahrens noch nicht in Sicht
Bei dem Brand in einer Bar wurden zwei Menschen verletzt. Die 13 Urlauber hatten von Anfang an ihre Unschuld beteuert und bestritten, das Feuer verursacht zu haben. Fast zwei Monate hatten sie in spanischer Untersuchungshaft verbracht, bevor sie im Juli gegen hohe Kautionszahlungen freigelassen wurden und nach Münster zurückreisen durften. Doch das Verfahren läuft offenbar weiter. In Spanien können erfahrungsgemäß Jahre vergehen, bis vor Gericht ein Prozess eröffnet wird.