
Kampf gegen Blaualgen im Aasee
Die giftigen Bakterien breiten sich erneut aus, das Gewässer wird weiterhin belüftet.
Veröffentlicht: Montag, 19.08.2024 10:09
Ziemlich genau 6 Jahre ist es her, als Tausende Fische im Aasee qualvoll verendet sind. Dem Wasser fehlte vor allem Sauerstoff. Eine derartige Ökokatastrophe soll sich in Münster nicht wiederholen. Im Moment machen sich im Aasee aber wieder giftige Blaualgen breit. Davon ist nicht nur der komplette See betroffen, sondern auch die Aa auf ihrem Weg durch die Stadt. Viele Möglichkeiten für den Kampf gegen die Cyanobakterien gibt es allerdings nicht.
Absaugen und Wasser belüften
Damit sich die Blaualgen nicht mehr so stark ausbreiten, saugt die Stadt die Ansammlungen ab. Das geht jedoch nur an einigen Stellen am Ufer oder in dichten Algenteppichen. Solche größeren Flecken sind gerade am unteren Seeabschnitt an den Terrassen auch deutlich zu riechen. Schon seit Mitte Juli sorgen jeweils vier Belüfter an drei Stellen im Aasee für mehr Sauerstoff im Wasser. Dort suchen Fische Zuflucht. Die Sauerstoffmengen, die normalerweise durch Wind und Regenwasser kommen, können die Belüfter aber nicht schaffen.
Viele Blaualgen, wenig Sauerstoff
Sommerliche Wärme und wenig Wind, dazu warmes Wasser mit vielen Nährstoffen: das sind ideale Bedingungen für Blaualgen. Entsprechend stark haben sie sich während der vergangenen Wochen im Aasee ausgebreitet. Sterben sie dann ab, verbraucht der Zersetzungsprozess weiteren Sauerstoff. Bei hohen Wassertemperaturen (aktuell 24 Grad) sei der Sauerstoffgehalt ohnehin schon geringer, heißt es von der Stadt Münster. Wenig Sauerstoff im Wasser ist wiederum gefährlich für die Fische im Aasee. Daher überwachen die Behörden die Entwicklung genau.
Was sind Blaualgen?
Blaualgen sind sogenannte Cyanobakterien, die unterschiedliche giftige Stoffe bilden können. Die Stadt rät eindringlich, den Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden und es auf keinen Fall zu verschlucken. Hunde sollten derzeit nicht zum Trinken ans Wasser geschickt werden.
