Jugendrat kritisiert Umsetzung des Digitalpakts Schule

Münsters Jugendrat bemängelt die digitale Ausstattung der Schulen bei uns in der Stadt. Die Jugendlichen haben einen Brief mit vielen Fragen an Stadtdirektor Thomas Paal geschrieben.


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In dem Brief an den Stadtdirektor fragen sie, wie der Digitalpakt des Bundes in Münster umgesetzt wird. Mit 5,5 Milliarden Euro will der Bund Länder und Kommunen bei der Digitalisierung der Schulen unterstützen. Im ANTENNE MÜNSTER-Interview erklärt Noah Börnhorst vom Jugendrat die Beweggründe, dieses Schreiben zu verfassen:

"Wir wollen wissen, was Münster davon bekommt und wie das Geld an die Schulen verteilt wird."

Bei der Digitalisierung fehle es vor allem an Standards in Münster. Es könne nicht sein, dass jede Schule andere Standards im Bereich der Digitalisierung habe, so Börnhorst. Außerdem müsse eine geeignete finanzielle Ausstattung vorhanden sein, auch weil mit massives Folgekosten zu rechnen sei.

"Die Stadt muss sicherstellen, dass die Geräte betreut werden. Man muss da am Ball bleiben - was sind die Entwicklungen, wie kann man das auch in den Unterricht einbinden."

Alleine die Berufskollegs in Münster haben schon einen Bedarf in Höhe von 8 Millionen Euro für die Digitalisierung angemeldet. 

Foto (v.l.): Die Jugendratmitglieder Lasse Loskant und Noah Börnhorst setzen sich für die Digitalisierung in Schulen ein.