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Immobilien werden immer teurer
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Immobilien werden immer teurer

Es ist ein altbekanntes Problem in Münster: Wohnraum wird immer teurer, weil die Nachfrage so hoch ist, das Angebot aber niedrig bleibt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr etwas mehr als 2.400 Kaufverträge abgeschlossen, mehr als in den Jahren zuvor.

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.03.2019 16:05

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Die meisten Baugenehmigungen in NRW gab es in Münster. Das haben Statistiker aus Nordrhein-Westfalen für das vergangene Jahr für den Grundstücksmarktbericht 2018 ermittelt. Die Bauämter der Kommunen erteilten gegenüber dem Vorjahr 5,7 Prozent mehr Wohneinheiten ihr "Go". Das entspricht 55.492 Wohneinheiten. In Münster war die Quote dabei doppelt so hoch wie die des Landes. CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber freute sich darüber: "Das ist eine echte Erfolgsmeldung".

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Rekord beim Jahresumsatz

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Insgesamt wurden im vergangenen Jahr etwas mehr als 2.400 Kaufverträge für verschiedene Immobilienarten abgeschlossen. Dabei wurde ein Geldumsatz von 1,25 Milliarden Euro verzeichnet. Das ist der höchste Jahresumsatz, der jemals in Münster erzielt wurde.

Am häufigsten haben die Behörden in NRW in Münster und in den Kreisen Euskirchen und Steinfurt Baugenehmigungen erteilt. Die wenigsten Genehmigungen gab es in Gelsenkirchen, Krefeld und dem Märkischen Kreis.

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Die Nachfrage ist hoch, das Angebot niedrig

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Deutlich mehr Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im vergangenen Jahr verkauft, über 180 Objekte mehr noch als im Vorjahr. Weil auch hier die Preise deutlich gestiegen waren, mussten die neuen Besitzer tiefer in die Tasche greifen. Nach einer Preissteigerung von sieben Prozent im Vorjahr stieg der Preis der Objekte 2018 noch einmal um elf Prozent.

Den geringsten Anteil daran nehmen Angebote für unbebaute Grundstücke für Einfamilienhäuser ein. Nur 206 Grundstücke wurden im letzten Jahr verkauft, etwa 40 weniger als noch im Vorjahr. Der Anteil der Verkäufe der Stadt bleibt auch weiterhin niedrig bei 20 Prozent.

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Einfamilienhäuser rund 65 Prozent teuer als vor zehn Jahren

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Innerhalb der letzten zehn Jahren sind die Preise um 65 Prozent angestiegen. Freistehende Einfamilienhäuser kosteten 2018 im Durchschnitt rund 562.000 Euro, für Doppelhaushälften wurden durchschnittlich 440.000 Euro und für Reihenmittelhäuser etwa 360.000 Euro gezahlt. Bei den Mehrfamilienhäusern lag die Anzahl mit etwa 120 Verträgen auf Vorjahresniveau, die Preise sind hier um etwa fünf Prozent gestiegen.

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2018 wurden weniger Eigentumswohnungen verkauft

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2018 wurden hingegen weniger Eigentumswohnungen verkauft. Nach 1.250 Verträgen im Vorjahr waren es diesmal 1.220. Neu gebaute Wohnungen waren 2,5 Prozent teurer als im Vorjahr, gebrauchte waren durchschnittlich fünf Prozent teurer. Im Stadtgebiet schwankte das allerdings stark. Die äußeren Stadtteile verzeichneten die stärksten Zuwachsraten.

Für neue Eigentumswohnungen mussten die Käuferinnen und Käufer 2018 im Durchschnitt 4.600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche ausgeben. Gebrauchte Wohnungen waren günstiger: von 1.950 Euro in den äußeren Stadtteilen bis rund 3.600 Euro im zentrumsnahen Bereich.

Die Zahlen des gesamten Grundstücksmarktberichts gibt es hier: www.stadt-muenster.de/gutachter/grundstuecksmarktbericht. Unter der Internet-Adresse www.boris.nrw.de können Bodenrichtwerte für ganz Nordrhein-Westfalen und durchschnittliche Immobilienpreise für einen großen Teil des Landes abgefragt werden.

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